Wülfrather Frauen unterliegen dem HSV Gräfrath mit 17:30.

Zweimal traf Stefanie Rath bei der Wülfrather Niederlage gegen Gräfrath.
Zweimal traf Stefanie Rath bei der Wülfrather Niederlage gegen Gräfrath.

Zweimal traf Stefanie Rath bei der Wülfrather Niederlage gegen Gräfrath.

Simone Bahrmann

Zweimal traf Stefanie Rath bei der Wülfrather Niederlage gegen Gräfrath.

Wülfrath. Trotz einer durchaus ansprechenden kämpferischen Leistung, in der auch spielerische Elemente nicht zu kurz kamen, unterlagen die Handballerinnen des TB Wülfrath dem HSV Gräfrath überdeutlich mit 17:30 (11:18) und haben einen ersten Vorgeschmack von dem erhalten, was ihnen in der 3. Liga bevorstehen könnte.

Physisch und taktisch waren die Solingerinnen den Blau-Weißen mehr als nur eine Nasenlänge voraus, und wenn die hochgewachsene Lisa Nettersheim von der halbrechten Seite unwiderstehlich Richtung TBW-Tor zog, fehlten den Gastgeberinnen oftmals schlicht die Mittel, um deren erfolgreichen Torwurf zu verhindern.

So mussten die zahlreichen Zuschauer, die ihr Kommen dennoch nicht bereuen brauchten, bis zur neunten Minute warten, ehe Daria Blume mit ihrem Tor zum 1:4 für den ersten Treffer der Kalkstädterinnen in der neuen Liga sorgte, die aber dann schnell auf 1:7 (10.) zurückfielen.

Martina Koch düpiert den Favoriten

Erst nach einer Auszeit, in der Coach Ulf Peters seine Damen neu ordnete und Samantha Sklorz für die glücklose Steffi Pettau in den Kasten beorderte, wurde das Geschehen auf dem Spielfeld ausgeglichener. Nun gelangen auch dem Turnerbund sehenswerte Spielzüge, die erfolgreich gegen die starke Sabine Nassenstein abgeschlossen werden konnten.

Vor allem Martina Koch, vor Saisonbeginn von den Gästen zum TBW gewechselt, zeigte sich hochmotiviert und düpierte das eine oder andere Mal den Favoriten. Die Deckung hatte allerdings weiterhin große Probleme mit den zweikampfstarken und technisch klar überlegenen Gästen, die aber mehrfach an der starken Samantha Sklorz scheiterten und ihren Vorsprung bis zur Pause nicht weiter ausbauen konnten.

Deckung agiert wesentlich aggressiver

Wülfrath: Pettau/Sklorz - L. Berger (6/2), Koch (4), Blume (3), Rath (2), Struck (1), Trippel (1/1), Bauer, Burmeister, Buiting, Weber, Doepper, J. Berger

Kaum zu bremsen war bei den Gräfratherinnen auch Rechtsaußen Angela Lenhardt, die mit zehn Treffern vor der achtmal erfolgreichen Lisa Nettersheim beste Werferin des HSV war und sich nur einen Fehlversuch erlaubte.

Im zweiten Spielabschnitt blieb die überaus faire Partie weiterhin klar von den Gästen bestimmt, die sich zudem besser auf Leonie Berger und Martina Koch eingestellt hatten, so dass der TBW kaum noch Erfolg versprechend kombinieren konnte und sein Heil in Einzelaktionen suchte.

Allerdings agierte die Deckung des Turnerbunds nun wesentlich aggressiver und schien ihre Scheu vor den großen Namen des Gegners abgelegt zu haben. Jetzt wurden auch die körperlich dominanten Gräfrather Rückraumspielerinnen frühzeitig energisch attackiert, so dass diese sich ihre Treffer hart erarbeiten mussten.

Zufrieden zeigte sich Trainer Ulf Peters nach Spielende: "Schon nach der Auftaktphase war klar, dass es hier nur um Schadensbegrenzung gehen würde, und dies ist uns gelungen. Zeitweise sah das bei uns schon ganz gut aus, und darauf müssen wir aufbauen."

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