Lintorfs Leistung gegen Haan ist mit der gegen Mettmann nicht zu vergleichen. So gewinnt die Unitas ungefährdet mit 40:33.

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Haans Willi Goldau kommt frei zum Wurf. Die Lintorfer Abwehr war nicht auf dem Posten.

Haans Willi Goldau kommt frei zum Wurf. Die Lintorfer Abwehr war nicht auf dem Posten.

Stefan Fries

Haans Willi Goldau kommt frei zum Wurf. Die Lintorfer Abwehr war nicht auf dem Posten.

Haan. Als Haans Kreisläufer Stefan Panthel mit seinem sechsten Treffer das 40. Tor für seine Unitas erzielte, erhoben sich die Zuschauer applaudierend von ihren Sitzen. Etwa 60 Sekunden später war der weitgehend ungefährdete 40:33 (20:16)-Heimsieg des Favoriten Unitas Haan gegen Favoritenschreck TuS Lintorf perfekt.

"Das war sicher kein besonders gutes Spiel, aber mit dem Sieg können wir zufrieden sein", zog Haans Trainer Jürgen Tiedermann sein Fazit. Sein Gegenüber, Lintorfs Trainer Lars Biermann, zeigte sich als fairer Verlierer: "Mit so einer Abwehrleistung gewinnt man eben kein Spiel. Wir sind nie vernünftig in die Zweikämpfe gekommen, und lediglich der Angriff war halbwegs okay. Haan hat verdient gewonnen." Dieser Stellungnahme ist kaum etwas hinzuzufügen.

Lintorf bekommt den Haaner Angriff nie richtig in den Griff

Im Vergleich zum Lintorfer Überraschungserfolg bei Mettmann-Sport erlaubten sich die Gäste während der gesamten Spielzeit gegen die Haaner 5:1-Deckung zu viele Fehler, die prompt mit Gegenstößen bestraft wurden. Zudem bekam der eigene Abwehrverband das Haaner Angriffsspiel - hier allen voran André Schmalbuch und Stephan Panthel - nicht einmal ansatzweise in den Griff.

Unitas-Torhüter Sascha Grünwald erwischt einen starken Tag

Im eigenen Angriffsspiel strahlten bei Lintorf lediglich Philipp und Daniel Hattig konstant Gefahr aus. Das war an diesem Abend zu wenig, zumal auch Unitas-Torhüter Sascha Grünewald mit 18 Paraden einen starken Tag erwischte. So kam es nicht von ungefähr, dass die Hausherren von Anfang an die Begegnung beherrschten. Eine schnelle 2:0-Führung (3.) wurde bis zur 14. Spielminute erstmals auf vier Tore ausgebaut (8:4). Dieser zunächst komfortable Vorsprung wurde verdientermaßen auch mit in die Kabine genommen.

Nach dem Wechsel zog das Tiedermann-Team dann auf 26:20 davon (38.), brachte aber Lintorf bis zehn Minuten vor dem Abpfiff immer wieder zurück ins Spiel. So stand es bis zur 49. Minute lediglich 30:27 für Haan. Daran änderte auch das Zeitstrafenverhältnis nichts, das Lintorf klar für sich entschied. Innerhalb von drei Minuten hatten die Hausherren den alten Abstand wieder hergestellt (33:27).

Grünewald, Goeken - Ramhofer (2/2), A. Schmalbuch(11/3), Kreisköther (9/1), Ph. Schmalbuch (2), St. Panthel(6), M. Panthel (4), Goldau(3), Hahn (3), Pütz, Greve

Voigtländer, Töpfer - Ph.Hattig (10), Ziebold (3), M.Soßalla (4), D. Hattig (9/4), Osterwind, S. Soßalla (3), Seitner(3), Schmitz, Zündorf (1)

Kurioses hatte das Derby auch zu bieten. Dafür sorgte vor allem das Schiedsrichtergespann, das im zweiten Abschnitt mit abenteuerlichen Entscheidungen für Kopfschütteln beim Publikum und den Aktiven sorgte. TuS-Trainer Biermann: "Die Schiedsrichter haben zwar Hektik in die Partie gebracht, aber wir haben das Spiel ganz allein verloren."

Für Schmunzeln auf der Tribüne sorgte Stefan Panthel. Er startete wie gewohnt mit der Rückennummer 13, beendete die Begegnung aber - nach einem "Trikotdefekt" - nach Absprache mit den Schiedsrichtern mit der Nummer 19.

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