Die SG Ratingen fühlte sich gegen Volmetal um ein Remis betrogen. Die SG Langenfeld brach gegen Korschenbroich nach der Pause ein.

Die SG Ratingen fühlte sich gegen Volmetal um ein Remis betrogen. Die SG Langenfeld brach gegen Korschenbroich nach der Pause ein.
Tim Menzlaff (beim Wurf) war zwar mit sieben Treffern wieder erfolgreichster Langenfelder Werfer. Die SGL unterlag dennoch.

Tim Menzlaff (beim Wurf) war zwar mit sieben Treffern wieder erfolgreichster Langenfelder Werfer. Die SGL unterlag dennoch.

Der Ratinger Dominik Kasal (l.) verursachte im Spiel gegen Volmetal ungewollt den entscheidenden Siebenmeter. Archiv

Matzerath, Bild 1 von 2

Tim Menzlaff (beim Wurf) war zwar mit sieben Treffern wieder erfolgreichster Langenfelder Werfer. Die SGL unterlag dennoch.

Ratingen/Langenfeld. Als die 60 Minuten vorüber und das Spiel mit 27:28 (14:12) verloren war, verstanden die Drittliga-Handballer der SG Ratingen die Welt nicht mehr. Sie fühlten sich um einen Punkt betrogen, um einen eminent wichtigen Punkt im Abstiegsduell des Drittletzten gegen den Vorletzten. Doch lamentieren half nichts. „Das ist unglaublich hart“, sagte Geschäftsführer Bastian Schlierkamp, der in Volmetal als Trainer fungierte. „Wir müssen uns das noch einmal im Video angucken. Es war auf jeden Fall eine sehr merkwürdige Entscheidung.“

Was war passiert? Sieben Sekunden vor dem Ende war der Jubel auf Ratinger Seite groß. Timo Worm hatte gerade einen Siebenmeter zum 27:27 kaltschnäuzig verwandelt – zuvor hatte die SG den Ball dank Manndeckung erobert, nach einem Foul von Yannick Eckervogt an Simon Breuer gab es den Strafwurf. Der Torhüter schnappte sich nach dem Treffer den Ball, warf ihn zum Anwurf in die Mitte. Von da versuchten die Gastgeber – drei Sekunden waren noch auf der Uhr – sofort aufs Tor zu werfen. Der Ball ging an den Fuß von Dominik Kasal – und zum Entsetzen aller Ratinger pfiffen die Schiedsrichter Siebenmeter. „Sie wollen gesehen haben, dass eine unzulässige Fußabwehr vorlag“, meinte Schlierkamp. „Aber Dominiks Fuß ging gar nicht zum Ball. Und der Wurf wäre ohnehin vorbeigegangen.“ Kevin Herzog kümmerte das nicht – er verwandelte den Siebenmeter für den TuS eiskalt.

Und bis dahin? Lieferte die SG vor allem eine starke erste Halbzeit ab. Die Ratinger kämpften, spielten ordentlich und , gingen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine. Nach dem Wechsel holte Volmetal auf, ging in Führung, und fortan lief die SG der Musik hinterher. asch

Bis zum 16:14 machte die SG Langenfeld alles richtig

Am Ende ging der Griff dann doch wieder ins Leere und die Handballer der SG Langenfeld mussten in der Dritten Liga erneut leiden. Besonders schmerzhaft: Es schien mindestens ein vernünftiges Resultat oder sogar ein erleichterender Erfolg möglich zu sein. Im Heimspiel gegen den TV Korschenbroich machte die Mannschaft von Trainer Dennis Werkmeister schließlich bis zum 16:14 (34.) alles richtig. Ein paar Minuten später war das schöne Gebäude jedoch wie ein Kartenhaus eingestürzt – 16:19 (39.), 17:22 (43.). Die SGL musste mit dem 24:32 (13:12) die neunte Niederlage in Folge einstecken und sie bleibt mit 3:23 Zählern Tabellenletzter.

Zuerst gab es das Langenfeld aus der überragenden vergangenen Saison. Der Drittliga-Neuling hatte viel Leidenschaft und eine deutlich bessere Leistung in der Abwehr sowie einen überzeugenden Keeper Tobias Joest. Selbst Rückstände steckten die Gastgeber unbeeindruckt weg. Ab dem 8:8 (22.) war die Partie ausgeglichen – und die Waage begann sich zugunsten der SGL zu neigen. Nach dem 12:12 (29.) durch Henrik Heider schaffte Dustin Thöne zwei Sekunden vor der Pause sogar das 13:12.

Nach der Pause lag die SGL mit 16:15 vorne (35.), als Korschenbroich einen Siebenmeter bekam und Thöne für zwei Minuten vom Platz musste. Der TVK nutzte den Strafwurf zum 16:16 (36.). Die Hausherren wollten die kritische Situation überstehen, indem sie Keeper Joest herausnahmen und einen weiteren Feldspieler brachten. Die Maßnahme war riskant, weil das eigene Tor leer bleiben musste. Die SGL verlor zweimal den Ball, so dass Korschenbroich die Geschenke zweimal dankend annehmen konnte – 16:17 (37.), 16:18 (38.). Danach wollte der SGL nicht mehr viel gelingen. Irgendwie passend: Beim Stande von 18:22 (45.) landete der Siebenmeter von André Eich am Pfosten. Ab da ging es für die Hausherren nur darum, den Schaden zu begrenzen. mid

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