TV Ratingen gewinnt Krimi gegen TB Wülfrath mit 30:29.

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Dauernd hin und her ging es im Verbandsliga-Derby. Hier wirft Tristan Beckmann, der 13 Mal für den TV Ratingen traf.

Dauernd hin und her ging es im Verbandsliga-Derby. Hier wirft Tristan Beckmann, der 13 Mal für den TV Ratingen traf.

Stefan Fries

Dauernd hin und her ging es im Verbandsliga-Derby. Hier wirft Tristan Beckmann, der 13 Mal für den TV Ratingen traf.

Wülfrath. „Wie viel muss man als Trainer und Mannschaft eigentlich ertragen?“ Diese Frage von Wülfraths Trainer Andreas Brüser schien nach Spielende der Begegnung gegen den Tabellenletzten TV Ratingen durchaus berechtigt.

Mit 29:30 (15:16) unterlagen die Blau-Weißen einem solide agierenden Gegner, der vom völlig überforderten Schiedsrichtergespann Vollmer/Vollmer allerdings von der ersten Minute an deutlich bevorteilt wurde.

Am Ende standen drei rote Karten (davon zwei in den Schlusssekunden) gegen die Gastgeber zu Buche, denen zudem in der letzten Spielminute der vermeintliche Siegtreffer durch den starken Sebastian Pagel abgepfiffen wurde.

Max Beckmann erzielt den Siegtreffer kurz vor Schluss

Stattdessen musste der TBW ein unberechtigtes Zeitspiel hinnehmen, das die Ratinger zehn Sekunden vor Ende noch einmal in Ballbesitz brachte. Drei Sekunden vor dem Ende war es dann Max Beckmann, der zur Entscheidung traf. „Da arbeitet man die ganze Woche auf diese wichtige Partie hin und wird dann von zwei solchen Figuren um den Lohn gebracht“, machte der Trainer seinem Ärger Luft.

Seinem Team wollte er letztlich keinen Vorwurf machen. „Wir haben gekämpft und uns als Einheit präsentiert. Spielerisch war die Verunsicherung natürlich deutlich zu spüren“, so der Coach weiter, dessen Team nach einem schnellen 3:0 (2.) auf dem richtigen Weg schien, dann aber wieder einmal große Deckungslücken aufwies.

Völker, Voigtländer – Wettemann (11/6), Klein (4), Rieth (4), Claussen (3), Pagel (3), Donner (2), Grugel (2), Hebel, Teermann, Fassbender, Märtens

Pawlik, Hoppe – T. Beckmann (13/4), M. Beckmann (8), Jochems (3), Reimers (3), Boecker (2), F. Heimes (1), Berg, B. Heimes, Zietz, Vogel, Pawlik

Die Folge war nach dem erstmaligen Ausgleich zum 5:5 (7.) eine enge Partie, in der sich die Gäste durch einfache Tore der starken Beckmann-Brüder sogar bis auf 16:13 (29.) absetzen konnten.

Doch der verbesserte Marvin Wettemann führte sein Team wieder an das Schlusslicht heran, und bis zum 21:20 (41.) schien es, als sollte der Turnerbund die Oberhand gewinnen.

Auch TVR-Coach Ron Andrae sieht die Schiri-Leistung kritisch

Aber es gelang den Gastgebern über die gesamte Spielzeit nicht, ihre Deckung zu stabilisieren. Und so war es der überraschend aufgebotene Andreas Reimers, der die Grün-Weißen beim 25:22 (50.) mit drei Treffern in Front brachte, ehe sich die Begegnung vor 200 Zuschauern drehte.

Nun war es wieder der TBW, der nicht nur mit drei Treffern zum 25:25 (53.) ausglich, sondern beim 29:28 (59.) sogar beide Punkte in Reichweite hatte. Allerdings kassierte der TBW danach in doppelter Unterzahl den Ausgleich, ehe die denkwürdigen letzten Sekunden anbrachen.

„Die Schiedsrichterleistungen werden immer schlechter“, sagte auch Ratingens Coach Ron Andrae. „Diesmal haben wir profitiert, aber so etwas gleicht sich normalerweise im Saisonverlauf aus. Wir haben an unsere Chance geglaubt und zwei wichtige Punkte geholt. Nun müssen wir den Schwung in die nächsten Partien mitnehmen.“

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