Mettmann empfängt mit „weißer Weste“ die noch punktlosen Wülfrather am Samstag zum Lokalderby.

Thomas Grugel fehlt dem TBW zehn Wochen. (Archiv
Thomas Grugel fehlt dem TBW zehn Wochen. (Archiv

Thomas Grugel fehlt dem TBW zehn Wochen. (Archiv

Simone Bahrmann

Thomas Grugel fehlt dem TBW zehn Wochen. (Archiv

Mettmann/Wülfrath. Spannung liegt in der Luft, vor dem Handball-Oberliga-Derby zwischen Mettmann-Sport und dem TBWülfrath. Von jeher eine Prestige trächtige Angelegenheit, steht das Aufeinandertreffen der beiden besten Teams des Handballkreises in dieser Saison aber unter einem besonderen Stern. Möglicherweise werden heute um 17.45 Uhr im Herrenhaus die Weichen gestellt, wer sich mittelfristig als Nummer eins im Niederbergischen etabliert.

TBW ist weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen

Die Ausgangsposition ist eindeutig, auch wenn man erst den vierten Spieltag schreibt. Es spielt ganz oben (ME) gegen ganz unten (TBW). 6:0 Punkte gegen 0:6. Euphorisierter Aufsteiger gegen Abstiegskandidat im Umbruch. Eine Truppe mit dem Selbstvertrauen, Spiele drehen zu können, gegen eine Mannschaft, der wegen ihrer personellen Probleme zuletzt hinten heraus zweimal die Puste ausging. Zwar sehen sich auch Wülfrather eindeutig in der Rolle des Underdog, sind aber weit davon entfernt, die Flinte ins Korn zu werfen.

"Am Samstag wird Handball gespielt wie sonst auch. Ich sehe da durchaus eine Außenseiterchance", meint TBW-Trainer Jan Kassens. Er hofft, dass es seinen Spielern gelingt, ihre Aufgaben über 60 Minuten umzusetzen. "Die Mettmanner haben sehr gute Einzelspieler in ihren Reihen - gegen die müssen wir in der Deckung individuell gut arbeiten und viel schieben." Dies dürfte aber leichter gesagt als getan sein, denn die Hausherren, die punktgleich mit dem Remscheid-Bezwinger Hamborn an der Tabellenspitze stehen, beeindruckten bislang mit 45 Toren gegen Mitfavorit Königshof und 34Treffern bei den heimstarken Hiesfeldern (die Partie gegen den BHC II wurde am "grünen Tisch" entschieden).

Die Angriffsmaschinerie läuft offensichtlich auf Hochtouren. Dreh- und Angelpunkt der eingespielten Mannschaft ist Mittelmann Jens Fischer. Ihn hebt TBW-Trainer Kassens genauso hervor wie Jens Flemming und die "Flügelzange" Tim Schirweit/Christian Klein. Die in dieser Saison teilweise entfesselt auftrumpfenden Mettmanner an die Kette zu legen, wie sollten die Wülfrather das anstellen?

Thomas Grugel wurde am Sprunggelenk operiert

Thomas Grugel wird sicher nicht mithelfen können. Er wurde nämlich am Donnerstag am Sprunggelenk operiert und wird für zehn Wochen ausfallen. Michael Steffens ist nach der überstandenen Verletzungspause aber wieder ein Faktor. Zuletzt fast ausschließlich in der Deckung eingesetzt, stellt er eine zusätzliche Option für die Kreisläufer-Position dar. Bastian Schlierkamp ist angeschlagen, wird aber voraussichtlich spielen können. Christian Horn, gegen Königshof und Hiesfeld beruflich verhindert, stößt wieder zur Mannschaft.

Mettmann (6:0 Punkte, 79:69 Tore) ist Zweiter, Wülfrath (0:6 Zähler, 84:106 Treffer) dagegen Vorletzter.

In der Serie 2009/2010 war ME-Sport Verbandsligist.

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