Wenn am Samstag der TV Ratingen und der TB Wülfrath aufeinander treffen, sind alle Voraussetzungen für einen echten sportlichen Krimi gegeben.

Schon im Hinspiel schenkten sich die Mannschaften nichts. Hier versucht Raoul Langenmayr den Wülfrather Thomas Grugel zu stoppen, der mit 13 Toren der erfolgreichste Werfer und der einzige Lichtblick in der TBW-Mannschaft war.
Schon im Hinspiel schenkten sich die Mannschaften nichts. Hier versucht Raoul Langenmayr den Wülfrather Thomas Grugel zu stoppen, der mit 13 Toren der erfolgreichste Werfer und der einzige Lichtblick in der TBW-Mannschaft war.

Schon im Hinspiel schenkten sich die Mannschaften nichts. Hier versucht Raoul Langenmayr den Wülfrather Thomas Grugel zu stoppen, der mit 13 Toren der erfolgreichste Werfer und der einzige Lichtblick in der TBW-Mannschaft war.

Archiv Simone Bahrmann

Schon im Hinspiel schenkten sich die Mannschaften nichts. Hier versucht Raoul Langenmayr den Wülfrather Thomas Grugel zu stoppen, der mit 13 Toren der erfolgreichste Werfer und der einzige Lichtblick in der TBW-Mannschaft war.

Ratingen. Dramatischer hätte kein Thriller-Autor die Voraussetzungen für das Oberliga-Kellerderby TV Ratingen gegen den TB Wülfrath gestalten können (Samstag, 18 Uhr, Eruroparing). Beide stecken bis über beide Ohren im Abstiegssumpf, für beide ist ein Sieg in dieser Begegnung Pflicht.

In Ratingen versuchen Trainer Manfred Brunke und die Abteilungsleitung ihre Mannschaft zur Ordnung zu rufen und werfen ihren Rückraumkanonier Philipp Hattig aus disziplinären Gründen raus. Wülfrath hat gerade zwei extrem wichtige Spiele gewonnen, ist aber auch noch dabei, sich in Anbetracht neuer Verletzungs- und Krankheitssorgen zu ordnen.

Rauswurf von Philipp Hattig soll Ruhe in die Mannschaft bringen

Als die Ratinger Abteilungsleitung offiziell der Mannschaft des TV Ratingen bekannt gab, dass Philipp Hattig "freigestellt" ist, wurde offenbar, dass die Oberliga-Handballer längst nicht mehr an einem Strick ziehen. "Uns ist schon seit langem der Teamgeist als unser wichtigstes Standbein verloren gegangen", erklärt TVR-Trainer Brunke.

"Ich hatte den Eindruck, dass die Mannschaft in zwei oder gar drei Lager gespalten ist. Deshalb habe ich die Vertrauensfrage gestellt." Das Ergebnis: Manfred Brunke bleibt nach zehn Jahren als Trainer im Amt. Vorsitzender Bernd Streckmann und Abteilungsleiter Thomas Oberwinster hatten ihm schon im Vorfeld den Rücken gestärkt.

Brunke versicherte seinen Spielern, dass sie alle sein Vertrauen genießen, und dass es einzig und allein um den Verein gehe. Brunke: "Ich bin sehr gespannt, ob wirklich alle kapiert haben, dass es um die Zukunft des Aushängeschilds des Vereins geht."

Für Philipp Hattig sollen zwei Spieler aus der Zweiten (Landesliga) hochgezogen werden. Der Linkshänder Wolf Metelmann ist ein ganz heißer Kandidat. Tristan Beckmann ist ebenfalls im Gespräch.

"Das muss aber alles noch mit dem Trainer Uwe Nedwed abgesprochen werden. Schließlich will niemand die Mannschaft auseinanderreißen", betonte Brunke, der aber auf jeden Fall Verstärkung benötigt. Denn Philipp Hattigs verletzter Bruder Daniel hat am Donnerstag Abend wutentbrannt die Brocken hingeschmissen.

Wülfrath schwimmt nach zwei Siegen auf kleiner Euphorie-Welle

Wülfraths Handballer befanden sich in der vorigen Woche nach dem wichtigen Derbysieg gegen Mettmann und ihrem Erfolg in Dülken irgendwo zwischen totaler Erleichterung und aufkommender Euphorie. Nach zwei Siegen fährt der TBW nun mit breiter Brust nach Ratingen.

Trainer Bodo Leckelt warnt eindringlich vor Leichtsinn: "Euphorie ist gut. Aber wenn wir in Ratingen keine Punkte holen, sind die zwei Siege für uns nichts wert." Er setzt vor allem auf Disziplin und Konzentration: "Die mentale Seite wird enorm wichtig sein."

Auch wenn rein spielerisch beim TBW noch nicht viel rund läuft, so scheint die Mannschaft zumindest die richtige Einstellung gefunden zu haben. Und mit Neuzugang Michael Steffens hofft der Trainer, noch mehr Stabilität ins Spiel seiner Mannschaft zu bekommen.

Personell hat der Turnerbund die Ausfälle von Moritz Blau (Bänderriss) und Marco Krohm zu verkraften. Ob der erkrankte Marcel Gerard auflaufen kann, entscheidet sich erst am Spieltag.

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