Der TB Wülfrath kehrt zu den katastrophalen Leistungen der Hinrunde zurück und verliert gegen HSG Düsselldorf II sang- und klanglos mit 27:36.

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Spielertrainer Bodo Leckelt bleibt in der Düsseldorfer Abwehr hängen. Er war nach dem Spiel einfach nur fassungslos.

Spielertrainer Bodo Leckelt bleibt in der Düsseldorfer Abwehr hängen. Er war nach dem Spiel einfach nur fassungslos.

Simone Bahrmann

Spielertrainer Bodo Leckelt bleibt in der Düsseldorfer Abwehr hängen. Er war nach dem Spiel einfach nur fassungslos.

Wülfrath. Handball-Oberligist TB Wülfrath ist nach einer deftigen 27:36 (15:18)-Heimspielpleite gegen die HSG Düsseldorf II auf dem besten Wege, die Saison so zu beenden, wie er sie begonnen hat: katastrophal.

"Ich bin so was von enttäuscht", stammelte Co-Trainer Stefan Graedtke und verschwand erst einmal in die Kabine. Spielertrainer Bodo Leckelt fand schneller Worte: "Zwischen wollen und wirklich wollen ist halt doch ein Unterschied. Nach dem harten, aber sehr guten Training unter der Woche ist diese Leistung unerklärlich."

Der HSG Düsseldorf reichen in Wülfrath einfachste Mittel

Als das Spiel losging, schien die Vorgabe, mit der richtigen Einstellung in dieses bedeutungsarme Spiel zu gehen, bei allen Wülfrather Spielern schon wieder vergessen. Den Charaktertest solch einer Begegnung im Niemandsland der Tabelle hat die Mannschaft mit Pauken und Trompeten vermasselt.

"Unsere Leistung ist ohne Worte. Das Abwehrverhalten eine glatte 6, und wie wir uns gegen Ende haben abschlachten lassen, geht gar nicht", fand Graedtke rund eine Stunde nach Abpfiff drastische Worte.

Die Leistung der Düsseldorfer, vor dem Spiel immerhin Tabellennachbarn des TBW, war solide, aber keineswegs für einen Sieg mit neun Toren gut. Mit einfachen Mitteln zerlegte die HSG den Gastgeber, der neben einer nicht vorhandenen Deckungsarbeit auch im Angriff versagte. Unglaubliche 34 Fehler produzierte die Wülfrather Angriffsreihe. Eben Zahlen wie am Anfang der Saison.

Auch Marcel Gerard kann keine Impulse setzen

TB Wülfrath: Becker, Sippli - Grugel (5), Horn, Leckelt (3), Amuser (4), Steffens (3), Vogt (5), Teermann (2), Gerard (1), Hellbeck, Krohm, Blau (3), Sorgnit (1/1)

"Jetzt haben wir uns durch die Siegesserie in der Rückrunde soviel Kredit bei den Zuschauern erkämpft. Momentan sind wir drauf und dran, das alles wieder in den Sand zu setzen", klagte Leckelt.

Auch Thomas Sorgnit, immerhin ein Spieler mit positiver Entwicklung seit Saisonbeginn, schüttelte nur noch den Kopf: "In solchen Spielen könnten wir viel mehr zeigen. Und dann diese Leistung. So macht es keinen Spaß."

15:16 und 19:21 hieß es zwischendurch, und es bestand die vage Hoffnung, dass es doch noch zu einem Punktgewinn reichen könnte. Doch gerade in dieser Phase wurde deutlich, dass dem Turnerbund-Team ein Kopf fehlt.

Als nach gut 40 Minuten der als Führungsspieler gehandelte Marcel Gerard ins Geschehen eingriff, war deutlich zu sehen, dass aufgrund seines großen Trainingsrückstands eine Bindung zu seinen Mitspielern gänzlich fehlte und so Impulse ausblieben.

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