Politik hat diesen Beschluss bereits im November gefasst.

Politik hat diesen Beschluss bereits im November gefasst.
Ob Harz keine Leistung, heißt es im Handball. Symbol

Ob Harz keine Leistung, heißt es im Handball. Symbol

Archiv/abi

Ob Harz keine Leistung, heißt es im Handball. Symbol

Haan. Haaner Leistungshandballer müssen auch künftig in der Sporthalle Adlerstraße auf Haftmittel verzichten. Der Sportausschuss hat dies bereits im November beschlossen. Die Politiker einigten sich nach eingehender Beratung – auch mit Vertretern der DJK Unitas Haan und des Haaner Turnvereins – darauf, vorerst am geltenden Haftmittelverbot und seinen wenigen Ausnahmen festzuhalten. Auf bis zu 52 000 Euro pro Jahr hatte die Stadtverwaltung im Vorfeld den Aufwand für die Haftmittel-Entfernung geschätzt.

Fast 700 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer spielen Handball in Haan. Von den 40 Mannschaften der DJK Unitas und des Haaner Turnvereins spielen zehn in den höchsten Spielklassen. Und in diesen Ligen wird Haftmittel genutzt, um bei dem schnellen Ballsport das Maximum leisten zu können. Nur: Das inzwischen wasserlösliche Mittel hinterlässt Rückstände auf dem Hallenboden und wandert über die Handflächen auf Türklinken, an Bänke und sogar auf Dusch-Armaturen. Bislang darf nur die Erste Herrenmannschaft der Unitas bei Punktspielen Haftmittel benutzen. Die Sportler wischen nach den Spielen die Halle durch.

Die Sporthalle Adlerstraße stand zwischen Oktober und März – weil Flüchtlingsquartier – nicht für den Handballsport zur Verfügung. Seither hat die Stadt Verstöße gegen das Harzverbot zwar gesehen, aber nicht geahndet, obwohl einer der beiden Vereine schon eine Hallensperre gehabt hätte, drängte Astrid Schmidt, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, bereits in der September-Sitzung des Sportausschusses auf eine Entscheidung.

Die Erste Beigeordnete Dagmar Formella zeigte seinerzeit die Zwickmühle auf: Unter Aspekten der Gebäudewirtschaft gelte ein Haftmittel-Einsatz als „No-Go“. Allerdings sei das Thema eine politische Entscheidung, die aber auch etatrechtliche Relevanz besitze – die 52.000 Euro Reinigungskosten gelten als freiwillige Ausgaben, die Haan als Stadt in der Haushaltssicherung nicht leisten dürfe. -dts/Red

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