Unitas setzt sich nach dem Pausenrückstand beim TB Wülfrath mit 29:26 durch.

Der TBW machte der Unitas im Kreisderby das Leben schwer.
Der TBW machte der Unitas im Kreisderby das Leben schwer.

Der TBW machte der Unitas im Kreisderby das Leben schwer.

Stefan Fries

Der TBW machte der Unitas im Kreisderby das Leben schwer.

Wülfrath. „Wir haben, gerade in der zweiten Spielhälfte, einfach zu viele gute Torchancen liegen gelassen“, konstatierte Andreas Brüser, Trainer der Verbandsliga-Handballer des TB Wülfrath, nach der Partie gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Unitas Haan, die die Gastgeber nach überlegen geführter erster Spielhälfte mit 26:29 (15:13) verloren und damit den Abwärtstrend fortsetzten.

Gäste kompensieren Ausfall von Leistungsträgern

Wesentlich zufriedener zeigte sich sein Kollege Jörg Müller. „Wir haben den Ausfall dreier wichtiger Spieler nach anfänglichen Problemen gut kompensieren können und die gefährlichen Tempogegenstöße der Wülfrather im zweiten Spielabschnitt nicht mehr zugelassen. Das war für uns der Schlüssel zum Sieg.“

Tatsächlich zeigten sich die Gastgeber vor über 400 Zuschauen in der Fliethe über weite Strecken der Partie relativ rückraumschwach und lebten nach dem 3:5-Rückstand (10.) hauptsächlich von den Paraden des starken Sven Voigtländer, der in dieser Phase sogar den bärenstarken Stefan Graedke im Haaner Tor ausstach und immer wieder den schnellen Linksaußen Fabian Claussen in Szene setzte. Die Folge war, dass die Blau-Weißen beim 7:6 (16.) erstmals in Führung gingen und diesen Vorsprung sogar bis auf 14:11 (27.) ausbauen konnten. Zwar verkürzten die Gäste bis kurz vor der Pause, aber ein von Christian Klein eingeleiteter und von Robin Donner abgeschlossener Kempatrick ließ den TBW mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine gehen.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts folgte dann allerdings die von Brüser angesprochene Phase, in der die Kalkstädter entweder am überragenden Graedke oder aber an ihren Nerven scheiterten. Zwar arbeitete die Deckung weiterhin gut, aber nur ein einziger Treffer in elf Minuten führte gegen die vom starken Philip Schmalbuch geführten Gäste zu einem 16:18-Rückstand (41.), dem der Tabellenvierte von nun an hinterher lief. Dennoch gelang beim 21:21 (49.) noch einmal der Ausgleich, aber jetzt war es die Deckung, die den Kalkstädtern zunehmend Probleme bereitete.

Insbesondere der zuvor von Lars Fassbender ausgezeichnet organisierte Innenblock wies nun immer größere Lücken auf, die von Marko Krohm und Thomas Sorgnit rigoros ausgenutzt wurden. So fielen die von ihrem Fanblock frenetisch angefeuerten Gastgeber nach dem 22:23 (52.) bis auf 22:26 (56.) zurück und kassierten, trotz einer kämpferisch bis zum Ende vorbildlichen Einstellung, die vierte Niederlage in Serie.

Voigtländer/Völker – Claussen (6); Wettemann (6/5); Verholen (3); Klein (3); Schulz (3); Rieth (2); Donner (1); Grugel (1); Märtens (1); Fassbender; Hebel; Pagel

Graedke/Frorath – Schmalbuch (5); Krohm (4); Metz (4); Sorgnit (3); Ziegler (4); Blau (2); Obermeier (2); Mohaupt (2/2); Billen (1); Bohlmann (1); Hahn (1); Paukert

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