Sein Ziel, die Ryder-Cup-Teilnahme, kann Martin Kaymer in diesem Jahr erreichen.

Stolzer Sieger: Martin Kaymer mit dem Pokal für seinen Triumph in Abu Dhabi.
Stolzer Sieger: Martin Kaymer mit dem Pokal für seinen Triumph in Abu Dhabi.

Stolzer Sieger: Martin Kaymer mit dem Pokal für seinen Triumph in Abu Dhabi.

Reuters

Stolzer Sieger: Martin Kaymer mit dem Pokal für seinen Triumph in Abu Dhabi.

Mettmann. Nach dem Sieg am Sonntag in Abu Dhabi bleibt Golfprofi Martin Kaymer keine Zeit zur Regeneration. In den nächsten beiden Wochen stehen für den 25-Jährigen aus Mettmann zwei weitere wichtige Turniere am Persischen Golf an. Morgen startet er beim Qatar Masters, und in der kommenden Woche steht die Dubai Desert Classic auf dem Programm. Für Kaymer zwei Turniere, bei denen er seinem Ziel, der Teilnahme am Ryder Cup Anfang Oktober in Wales, einen Schritt näher kommen könnte.

Vor zwei Jahren war Martin Kaymer nur als Gast beim Ryder Cup dabei

Vor zwei Jahren verpasste Martin Kaymer die Qualifikation für den Ryder Cup um Haaresbreite. Am Ende fehlten ihm rund 45.000 Euro Preisgeld. Damals reiste Kaymer als Gast, auf Einladung des europäischen Ryder-Cup-Kapitäns Nick Faldo mit in die USA in den Valhalla Golf Club. Dort erlebte er, auf einem der 100 besten Golfplätze der USA, die 11,5:16,5 Niederlage des Teams Europa gegen die USA mit. Nach der Rückkehr aus den USA hatte Kaymer nur ein Ziel: beim 38. Ryder Cup im Celtic Manor Resort in Newport, Wales unbedingt als Spieler dabei zu sein, um mit den anderen Jungs gegen die Amerikaner zu gewinnen.

Einen Rückschlag erlitt Kaymer im Herbst, als er durch eine Verletzung die ersten sechs Turniere, deren Preisgelder und Weltranglistenpunkte zur Qualifikation für den Ryder-Cup gewertet werden, verpasste. "Deshalb war der Sieg in Abu Dhabi so wichtig für mich. Ich bin näher an die Spieler herangerückt, die sich, wenn jetzt die Qualifikationsphase enden würde, für den Ryder Cup qualifiziert hätten. Allerdings war der Sieg nur ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg nach Newport", sagt Kaymer.

Die Qualifikationsphase endet Ende August mit der Johnnie Walker Championship in Gleneagles, Schottland. Bis dahin wird es ein ganz heißes Rennen um die zwölf Plätze im europäischen Ryder-Cup-Team geben. Denn es gibt so viele Spieler wie noch nie, die um die Teilnahme am Ryder Cup kämpfen.

"Das wird bis zum letzten Turnier spannend. Da sind die etablierten Spieler wie Lee Westwood oder Sergio Garcia, aber auch die jungen, wilden wie etwa Rory McIlroy, Simon Dyson oder Ross McGowan und eben ich, um nur einige zu nennen, die sich die Ryder-Cup-Teilnahme zum Ziel gesetzt haben", sagt der 25-Jährige. Martin Kaymer wäre nach Bernhard Langer der zweite Deutsche, der am Ryder Cup teilnehmen würde. Langer war als Spieler zehnmal dabei und gewann sechsmal - 2004 sogar als Kapitän.

Der Ryder Cup ist ein traditionsreicher Kontinentalkampf zwischen Europa und den USA, der in diesem Jahr zum 38. Mal ausgetragen wird. Auf jeder Seite treten die zwölf besten Spieler des Kontinents gegeneinander an.

Der Name des Ryder Cups geht auf den Golfer Samuel Ryder zurück, der 1927 den Pokal für das neue Turnier stiftete.

Ein weiteres Ziel für Kaymer ist es, gute Ergebnisse bei den vier Majorturnieren zu erzielen. Besonders freut er sich auf das Masters-Turnier in Augusta im April und die Open Championship (British Open) in St. Andrews. An St. Andrews hat der Mettmanner gute Erinnerungen. Im Oktober 2008 wurde er bei der Alfred Dunhill Links Championship in St. Andrews hinter Robert Karlson Zweiter. "Das war damals neben den Siegen in Abu Dhabi und München der größte Erfolg für mich", sagt der neue Weltranglistensechste.

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