Die Handballer der DJK Unitas Haan spielen gegen Mettmann-Sport 29:29 remis.

Es geht zur Sache: Tim Wittenberg (l.) versucht, Markus Witkowski zu stoppen.
Es geht zur Sache: Tim Wittenberg (l.) versucht, Markus Witkowski zu stoppen.

Es geht zur Sache: Tim Wittenberg (l.) versucht, Markus Witkowski zu stoppen.

Staschik

Es geht zur Sache: Tim Wittenberg (l.) versucht, Markus Witkowski zu stoppen.

Haan. In puncto Spielkultur ließ das Oberliga-Derby doch einige Wünsche offen, was angesichts der angespannten personellen Lage beider Mannschaften nicht verwunderte. Zumindest aber bekamen die rund 300 Zuschauer in der Halle an der Adlerstraße eine spannende Begegnung geboten, die ihren Höhepunkt in der Schlussphase fand, als beide Kontrahenten ihre Siegchancen nicht entschlossen nutzten und es letztlich nur zu einem Unentschieden reichte. Ein Remis, mit dem beide Teams gut leben können, denn ihr Punktekonto in der Liga bleibt ausgeglichen.

Den Teams war die Nervosität in der Anfangszeit anzumerken

„Im Nachhinein ist das Unentschieden gerecht“, stellte MESport-Trainer Jürgen Tiedermann nach dem Abpfiff kurz und bündig fest. Sein Gegenüber Jurek Tomasik haderte für einen Moment mit dem Ergebnis, weil seine Truppe zwischenzeitlich schon mit drei Toren führte. „Da müssen wir uns cleverer verhalten“, sagte der Unitas-Coach. Und bilanzierte dann: „Wir haben uns in der Schlussphase schwer getan, aber wir haben nicht verloren, sondern einen Punkt erkämpft.“

Auch wenn beide Trainer die Bedeutung der Partie im Vorfeld nicht gar so hoch hängen wollten: Den Mannschaften war die Nervosität in der Anfangsphase deutlich anzumerken. Der erste Treffer im Derby gelang Domagoj Golec erst nach zwei Minuten. Und weitere zwei Minuten brauchten die Mettmanner, um durch Karsten Mühlenhaupt zu egalisieren. In der Folge reihte sich weiter ein Fehler an den anderen, so stand es nach zehn Minuten gerade einmal 4:4. Beide Kontrahenten hatten ihre Stärken zweifellos in der Abwehrarbeit, profitierten dabei aber auch von den teilweise ungenauen Abschlüssen des Gegners.

Mit dem Treffer zum 8:6 (15.) sorgte Moritz Blau für die erste Zwei-Tore-Führung der Haaner. Jan Schirweit verkürzte auf 7:8 (16.), dann nahm Jurek Tomasik die erste Auszeit der Unitas. Doch danach setzten plötzlich die Mettmanner die Akzente. Andre Loschinski glich nicht nur zum 8:8 aus, sondern brachte seine Farben auch mit 9:8 (19.) in Front. Die Begegnung bekam nun mehr Elan, ließ aber weiterhin spielerische Klasse vermissen. Zwar vergrößerte Loschinski den Mettmanner Vorsprung auf 12:10 (24.), doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit kämpften sich die Haaner in Überzahl wieder heran. Letztlich sicherte Moritz Blau mit zwei Treffern aus dem Rückraum die knappe 15:14-Pausenführung.

Nach dem Wiederanpfiff blieb das Duell hart umkämpft. Gleichwohl schafften es die Unitas-Handballer, sich nach dem 18:18 (40.) durch Tore von Thomas Sorgnit, Moritz Blau und Domagoj Golec auf 21:18 (44.) abzusetzen. Als in dieser Phase auch noch Tim Wittenberg einen Schlag auf die bereits lädierte Hand bekam, schienen die Mettmanner auf die Verliererstraße zu geraten. Doch das Tiedermann-Team konterte. Per Siebenmeter glich Mühlenhaupt schließlich zum 21:21 (47.) aus. Loschinski legte in zweifacher Überzahl von ME-Sport das 22:21 (48.) nach. Die Begegnung war wieder offen. In den letzten Minuten hatten die Mettmanner immer die Nase knapp vorn. Mühlenhaupt markierte das 29:28. 32 Sekunden vor dem Ende nahm die Unitas noch eine Auszeit. Als Moritz Blau fünf Sekunden vor dem Abpfiff auf dem Weg zum Tor unsanft gestoppt wurde, bewies Marcel Billen Nervenstärke. Die Spielzeit war bereits abgelaufen, als der Rechtsaußen den fälligen Siebenmeter zum 29:29 verwandelte.

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