Der RSV vergibt gegen den Ersten SSVg Velbert zwei klare Chancen und verliert 0:2.

Ratingen. Wenn Chamdin Said frei vor des Gegners Tor getroffen hätte. Wenn sich Ali Can Ilbay deutlicher entschieden hätte, ob er jetzt einen Schuss oder Pass spielt – dann hätte vielleicht was gehen können für Ratingen 04/19 im Oberliga-Spitzenspiel bei der SSVg Velbert. Doch weil „wenn“ im Sport keinerlei statistische Aussagekraft hat, verlor der Tabellendritte beim Spitzenreiter 0:2 – und das am Ende auch verdient.

Kurz vor der Pause hatten die Ratinger zwei gute Chancen

Es war die Phase kurz vor der Halbzeitpause, in der beide oben genannten Ereignisse stattfanden. „Das war auch die Phase, in der für uns was hätte gehen können“, sagte Trainer Peter Radojewski. Denn obwohl die Ratinger in der Anfangsphase ihre Probleme mit dem seifigen Rasenplatz hatten, war die erste Hälfte ausgeglichen. „Wir haben zwar ein paar dumme Fouls begangen und dadurch Standard-Situationen provoziert, aber insgesamt haben wir gut mitgespielt“, meinte der Coach.

Dann jedoch flatterten Saids Nerven frei vor dem Tor – er traf den Ball nur halbherzig. Und den Pass-Schussversuch von Ali Can Ilbay hätte Nabil Jaouadi durchaus noch im Tor unterbringen können, doch seinen Einsatz parierte Velberts Torhüter Philipp Sprenger hervorragend. „Da fehlt uns einfach die Durchschlagskraft“, erkannte Radojewski.

Zur zweiten Halbzeit nahm er den glücklosen Jaouadi heraus und brachte dafür Yusuf Keser, der die ganze Woche nicht trainieren konnte. Besser in den Griff bekam 04/19 das Spiel jedoch nicht.

Vor allem nicht Kevin Hagemann, der an beiden Toren der Velberter beteiligt war. Vor dem 1:0 lief er unbedrängt über die linke Seite und spielte den Querpass auf Nils Zander, der einschob. „Das war der Knackpunkt für uns“, sagte Radojewski. „Danach war die Kraft weg.“

Der Trainer versuchte es noch einmal mit frischen Kräften und brachte Berkay Öz sowie Marwane Gobitaka. Doch der Glaube war nicht mehr da.

Und die logische Folge war das 2:0 durch Jeffrey Tumanan, das wieder von Hagemann eingeleitet wurde. Er hätte das Tor eigentlich machen müssen, Tumanan schob den Ball dann abgefälscht ins Tor.

Radojewski ärgerte sich nicht wirklich über die Niederlage. „Velbert ist einfach besser besetzt, wir haben alles gegeben, daher kann ich nicht böse sein“, sagte er. „Die Mannschaft hat sich jedenfalls nie aufgegeben.“

04/19 rutscht durch die Niederlage auf Platz vier

Durch die Niederlage rutscht 04/19 in der Tabelle hinter die Zweitvertretung des MSV Duisburg auf den vierten Platz – mit einem Punkt Vorsprung auf Rang fünf. Tabellenführer Velbert ist mit nunmehr zehn Punkten Vorsprung auf Ratingen wohl endgültig außer Sichtweite geraten.

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