TuSpo muss bis zur Versammlung am 11. März ein neues Führungsteam finden.

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Ungewiss ist die Zukunft der Fußballer von TuSpo Richrath (r. Azzedine Boulahrouz).

Ungewiss ist die Zukunft der Fußballer von TuSpo Richrath (r. Azzedine Boulahrouz).

Stefan Fries

Ungewiss ist die Zukunft der Fußballer von TuSpo Richrath (r. Azzedine Boulahrouz).

Langenfeld. Dem TuSpo Richrath droht die Vereinsauflösung. Der bisherige Vorstand trat bei der Jahreshauptversammlung nicht zur Wiederwahl an und versetzte den Verein dadurch in einen Schockzustand. Dabei steht Richrath seit Jahren endlich mal finanziell ganz gut da, und die 1. Mannschaft spielt immerhin in der Landesliga – auch wenn sie aktuell gegen den Abstieg kämpft.

Alle zwei Jahre muss sich ein Vorstand der Wiederwahl stellen. Dieser Termin war in Richrath überfällig. Das bisherige Führungsteam um Peter Kierdorf (1. Vorsitzender), Rolf Lindemann (2. Vorsitzender) und Uwe Lindemann (Finanzen) kann aber aus beruflichen und privaten Gründen den Vorstandsaufgaben nicht mehr ausreichend nachgehen. Weil aber die Zeit so knapp war, konnten keine Nachfolger gefunden werden. Sollte dies auf der für den 11. März terminierten außerordentlichen Mitgliederversammlung noch immer der Fall sein, droht im Extremfall die Vereinsauflösung.

Erste Gespräche mit einigen Interessenten

„Ich habe hier viel und gerne gearbeitet, kann dies aber leider nicht mehr machen, weil ich aus privaten Gründen verhindert bin. Ich bin mir aber sicher, dass wir einen Vorstand finden werden, der diese Aufgaben in Zukunft übernimmt. Wir haben schon mit einigen Interessenten gesprochen. Die Zeit war bisher einfach nur zu knapp. Namen möchte ich aber noch nicht nennen“, sagt Uwe Lindemann. Für den Trainer Marek Lesniak ist die Situation ebenfalls nicht einfach. Die Mannschaft befindet sich im Abstiegskampf und kann eigentlich keine weiteren Probleme gebrauchen. „Ich bin mir sicher, dass der Verein nicht aufgelöst wird. Der TuSpo Richrath ist ein großer Verein und wird auch in Zukunft bestehen bleiben“, sagt er.

Lesniak und seine Spieler wollen sich sowieso nur auf ihr Ding konzentrieren, und das ist rein sportlich. „Wir werden unsere Aufgaben genauso weiter erledigen wie sonst auch. Die Jungs ziehen super mit, keiner lässt sich deswegen gehen. Trotz des schlechten Wetters haben wir eine gute Trainingsbeteiligung“, sagt Lesniak.

Dass die Moral stimmt, zeigte das letzte Testspiel. Gegen den ambitionierten Bezirksligaspitzenreiter 1. FC Monheim gewann Richrath deutlich mit 5:0.

Der Verein TuSpo Richrath wurde 1869 gegründet, und nach einem Zusammenschluss mit den Richrather Turnern erhielt der Club seinen heutigen Namen. Seit 1920 trägt Richrath seine Spiele auf der Anlage „Am Schlangenberg“ aus. 2002 gelang dem Verein der Aufstieg in die Verbandsliga. Seit 2007 spielt Richrath in der Landesliga. Ex-Profi Marek Lesniak trainiert die 1. Mannschaft seit 2012.

In der Winterpause haben einige Spieler den Verein verlassen. Mehmet Sezer wechselte zu Bezirksligist Vatanspor Solingen, Dominik Kepper pausiert beruflich, Tose Cuskarevski ist Sportinvalide. Ferrit Dasman hat den Verein mit unbekanntem Ziel verlassen.

Coach Marek Lesniak gibt sich kämpferisch

Aufgrund der Abgänge wurde Jens Weidenmüller vom GSV Langenfeld zurückgeholt. „Die Abgänge haben mit der aktuellen Situation nichts zu tun und sind rein sportlicher oder privater Natur. Allerdings ist es aber auch nicht einfach für die Spieler, vor allem im Hinblick auf die nächste Saison. Wir wollen aber alle erst einmal unsere Aufgabe erledigen, und die heißt Klassenerhalt“, gibt sich Lesniak kämpferisch.

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