-Niederrheinliga: Ratingen 04/19 bleibt seiner Philosophie treu und verpflichtet – ganz anders als Ligarivale Uerdingen – junge Talente.

Ratingens Trainer Karl Weiß (r.) mit seinen beiden Neuzugängen Carlo Winkel (l.) und Mats Kroepmanns.
Ratingens Trainer Karl Weiß (r.) mit seinen beiden Neuzugängen Carlo Winkel (l.) und Mats Kroepmanns.

Ratingens Trainer Karl Weiß (r.) mit seinen beiden Neuzugängen Carlo Winkel (l.) und Mats Kroepmanns.

Ratingens Trainer Karl Weiß (r.) mit seinen beiden Neuzugängen Carlo Winkel (l.) und Mats Kroepmanns.

Ratingen. In der Fußball-Niederrheinliga gibt es zur Zeit nur ein Thema: Die Neuzugänge des KFC Uerdingen. Seitdem die Krefelder den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Ailton verpflichtet haben, steht die sechste Liga bundesweit im Fokus. Davon profitiert nicht nur der KFC, sondern auch seine Gegner.

"Wir haben schon viele Vorbestellungen und müssen den Vorverkauf bald starten", sagt der Ratinger Vorsitzende Jens Stieghorst. Er meint damit tatsächlich den Vorverkauf für das Heimspiel gegen Uerdingen am 2. Mai. So groß ist der Wirbel um den 36Jahre alten "Kugelblitz" Ailton.

Die Wintertransfers der Ratinger wirken dagegen richtig unspektakulär. Mats Kroepmanns (19) kommt vom ehemaligen Ligakonkurrenten TuRa Duisburg, der seine Mannschaft inzwischen zurückgezogen hat.

Vom Velberter Bezirksligisten FCTönisheide wechselt Carlo Winkel (20) nach Ratingen. Beide passen in das Konzept der Ratinger.

"Den Weg des KFC Uerdingen, der mit aller Macht aufsteigen will und dafür Auslaufmodelle verpflichtet hat, wollen wir nicht gehen. Wir setzen auf junge Spieler aus der Region. Die holen Ailton, wir holen Winkel", sagt Stieghorst. Er ist nicht neidisch auf die Neuzugänge der Uerdinger, freut sich aber trotzdem über die neuen Spieler: "Das wertet die ganze Liga auf."

Am Mittwochnachmittag war es endlich soweit: Neuzugang Ailton trainierte zum ersten Mal mit der Mannschaft. Nachdem verschiedene Koordinationsübungen absolviert waren, durfte er dann auch endlich gegen den Ball treten.

Einen weiteren Neuzugang präsentierte der KFC Uerdingen Anfang der Woche: Innenverteidiger Christian Alder. Der 31-jährige spielte für Arminia Bielefeld in der 1. und 2. Bundesliga, beim FC Augsburg, Jahn Regensburg und dem VfR Aalen.

In Krefeld herrscht verhaltener Optimismus, dass das erste Spiel nach der Winterpause am Mittwoch, 10. Februar, gegen den 1. FC Wülfrath stattfinden kann.

Auch Ratingens Trainer Karl Weiß blickt ohne Neid auf den Kader des KFC. "Der hat schon Qualität. Normalerweise dürfen die nichts mehr abgeben, aber im Fußball ist nicht alles planbar."

Zu Uerdingens Präsident Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos besteht seit dem Hinspiel in der Krefelder Grotenburg übrigens ein gutes Verhältnis. Seitdem ist er auch Mitglied bei 04/19.

Doch bis zum Spiel gegen Uerdingen ist noch viel Zeit. Jetzt schauen die Ratinger Verantwortlichen erstmal auf die kommenden Aufgaben. "Wir müssen gegen Homberg am nächsten Wochenende gut starten. Eine Serie wie in der Hinrunde ist möglich, das hat nichts mit Uerdingen zu tun", sagt der Trainer.

Er empfiehlt auch seine Spielern, sich noch nicht mit dem namhaften Gegner zu beschäftigen - und stattdessen lieber das Saisonziel Platz eins bis fünf weiterhin fest im Blick zu haben.

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