Engagierte Velberter verlieren ihr Heimspiel gegen clevere Bielefelder 1:3.

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Nur einmal ließ sich der gute Bielefelder Torwart überwinden, als Sebastian Janas ihm nach einem Rückpass den Ball stibitzte.

Nur einmal ließ sich der gute Bielefelder Torwart überwinden, als Sebastian Janas ihm nach einem Rückpass den Ball stibitzte.

Dirk Thomé

Nur einmal ließ sich der gute Bielefelder Torwart überwinden, als Sebastian Janas ihm nach einem Rückpass den Ball stibitzte.

Velbert. Die Szenerie bei Tino Reuchers Auswechslung war bezeichnend: Nach 74 Minuten mit vollem Einsatz wurde er mit Applaus und Sprechchören verabschiedet. Doch verhindern konnte der 36-Jährige die 1:3 (0:1)-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld II auch nicht.

"Man muss Bielefeld auch zwingen, so schlecht auszusehen wie heute."

Marek Lesniak

Dabei hatte sich die SSVg Velbert wieder einmal ein absolutes Chancenübergewicht erspielt und den Bielefeldern alles abverlangt, wie auch Gästetrainer Armin Perrey anerkennend feststellte: "Velbert hat aufopferungsvoll gekämpft und uns vor große Probleme gestellt. Warum wir mit 3:1 als Sieger vom Platz gegangen sind, weiß ich auch nicht."

Weil die Arminen einfach cleverer waren und mit Niklas Hartmann einen glänzend aufgelegten Torwart hatten. Denn viel zu sehen war von den Gästen nicht. Auf Perreys Selbstkritik ("Wir haben heute vieles vermissen lassen.") reagierte Lesniak scharf: "Man muss Bielefeld auch zwingen, so schlecht auszusehen. Sie haben überhaupt keine Zeit gehabt, den Ball laufen zu lassen."

Drei Standards reichten den Gästen, um das Spiel für sich zu entscheiden - alle Tore fielen nach Eckbällen. "Immer dann, wenn wir ein oder zwei Minuten vorher eine 100-Prozentige vergeben haben", ärgerte sich Lesniak, der seiner Mannschaft dennoch ein gutes Spiel attestierte. "Wir haben nur leider die Tore nicht gemacht. Dabei hatten wir so viele Chancen wie gegen Duisburg (3:1-Sieg) und Herne (3:0-Sieg)."

Die erste gute Chance bot sich Sebastian Janas, der bereits in der 1.Spielminute frei auf den Torwart zulief. Doch wie nochmal in der 38. Minute nach einem tollen Solo brachte er nur ein harmloses Schüsschen zu Stande. Nur zwei Minuten später fiel Bielefelds Joschka Matys der Ball nach einer Ecke vor die Füße. Der vollstreckte locker zum 0:1. Die SSVg schnürte die Arminia nun in der eigenen Hälfte ein und drängte massiv auf den Ausgleich. Doch wie schon Janas scheiterten in der ersten Halbzeit auch Tuncay Aksoy (6., 26., 35.), Andreas Gensler (7.), Daniel Nigbur (12., 30., 45.), Martin Lyttek (15., direkter Freistoß) und Tino Reucher (23., Volleyschuss).

Sebastian Janas wird für sein konsequentes Nachsetzen belohnt

Schmahl - Eraslan, Winterpacht, Lyttek, Steegmann - Kohlhaas (64. Velardi), Gensler (80. Buttgereit), Janas, Reucher (74. Levering)

0:1 Matys (3.), 1:1 Janas (47.), 1:2 Rodenberg (55.), 1:3 Santos (78.)

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Nahtlos knüpften die Velberter nach dem Seitenwechsel an die kämpferische Leistung an und wurden dafür auch belohnt: Nachdem Janas in der 46.Minute noch am Torwart gescheitert war, erzielte er nur eine Minute später mit einer schönen Einzelaktion den Ausgleich. Der Torwart wollte einen Rückpass wegschlagen, doch Janas war zur Stelle, behielt nach dem Pressschlag den Ball und schob zum 1:1 ein.

Keine zehn Minuten später bot sich Aksoy die bis dato dickste Velberter Chance: Von Lyttek in Szene gesetzt, tauchte er frei vor Niklas Hartmann auf, lupfte dem Arminia-Torwart dann aber aus kurzer Distanz genau in die Arme. Und wieder folgte die Bestrafung nur eine Minute später, als Julian Schmahl eine Ecke unterlief und Maik Rodenberg einen Querpass zur erneuten Führung verwertete.

Lesniak versuchte nun alles, brachte den offensiven Luciano Velardi für den defensiven Andreas Kohlhaas (64.). Doch 20 Minuten und fünf Velberter Chancen (Nigbur 61./75./77., Janas 63./67.) nach dem 1:2 fiel die endgültige Entscheidung, als der eingewechselte Christian Santos unhaltbar per Kopf in den Winkel traf.

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