Die geglückte Revanche bei den Sportfreunden Siegen hält die SSVg Velbert im Rennen um den Klassenerhalt.

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Julius Steegmann und Daniel Nigbur (v.l.) haben zwar gegen Oestrich kein Glück gehabt, aber jetzt gegen Siegen getroffen und ihre Mannschaft damit im Rennen um den Klassenerhalt gehalten. (Archiv

Julius Steegmann und Daniel Nigbur (v.l.) haben zwar gegen Oestrich kein Glück gehabt, aber jetzt gegen Siegen getroffen und ihre Mannschaft damit im Rennen um den Klassenerhalt gehalten. (Archiv

Dirk Thomé

Julius Steegmann und Daniel Nigbur (v.l.) haben zwar gegen Oestrich kein Glück gehabt, aber jetzt gegen Siegen getroffen und ihre Mannschaft damit im Rennen um den Klassenerhalt gehalten. (Archiv

Velbert. Mit einem beeindruckenden 3:0 (1:0)-Sieg hat sich die SSVg Velbert bei den Sportfreunden Siegen für das 1:6-Heimdebakel revanchiert und sich damit die letzte theoretische Chance auf den Klassenerhalt gewahrt.

Oestrich-Iserlohn liegt nach einem 1:1 bei Aachen II nur noch einen Punkt vor Velbert, Hamm führt nach dem 0:1 gegen Schermbeck mit zwei Punkten. Die SSVg kann also mit einem Sieg im kommenden Heimspiel die Gäste der Hammer Spielvereinigung überholen - und Oestrich-Iserlohn, wenn die Sportfreunde ihr Heimspiel gegen den VfB Hüls verlieren.

Trotz früher Führung finden die Velberter nicht ins Spiel

"Wir haben den Klassenerhalt jetzt langsam selbst in der Hand", freute sich SSVg-Trainer Marek Lesniak, den das Spiel in Siegen einige Nerven gekostet hat. "Erst nach dem 2:0 hat sich mein Kreislauf beruhigt, aber ich habe jetzt sicher ein paar graue Haare mehr."

Zwar hatte Daniel Nigbur nach verlängerter Flanke von Andreas Gensler die Gäste in Führung gebracht (4.), aber dennoch kam Velbert nicht ins Spiel. Siegen erspielte sich ein deutliches Übergewicht und drückte auf den Ausgleich. Torgefahr strahlten sie dabei allerdings nicht aus. Die aus dem Halbfeld auf die beiden langen Stürmer geschlagenen Bälle waren sichere Beute für SSVg-Torwart Julian Schmahl und seine Vorderleute. Nach einer halben Stunde konnten sich die Velberter von dem Druck wohl befreien, kamen aber selbst nicht zu Torchancen.

Lesniaks Schachzug stellt Siegen vor enorme Probleme

Das änderte sich, nachdem Lesniak in der Halbzeit umgestellt hatte. Sein Schachzug: Indem er die beiden Stürmer nach Außen beorderte, zwang er die Siegener, ihre Angriffe durch die Mitte vorzutragen. "Und da haben wir gut gestanden und dann unsere Konter gefahren", freut sich der Trainerfuchs. Denn die Taktik ging auf: Die Velberter erspielten sich Chance um Chance. "Siegen hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn das Spiel schon nach 60 Minuten entschieden gewesen wäre", meinte Lesniak.

Schmahl - Eraslan, Winterpacht, Steegmann, Lyttek - Dittrich (89. Litjens), Reucher, Janas (86. Kaiser), Gensler (81. Levering) - Nigbur, Aksoy

0:1 Nigbur (4.),
0:2 Janas (75.),
0:3 Steegmann (87.)

Sowohl Tuncay Aksoy als auch Daniel Nigbur scheiterten jedoch am Aluminium oder am gegnerischen Torwart. Doch die Nachlässigkeit wurde dieses Mal nicht bestraft: Der mit einem Diagonalpass freigespielte Sebastian Janas sorgte mit seinem Treffer zum 0:2 (75., Zuspiel Reucher) für die beruhigende Vorentscheidung, bevor Julius Steegmann nach Pass von Martin Lyttek mit dem 0:3 (87.) alle Zweifel beseitigte.

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