Die Mannschaft hat einen Lauf und will diesen auch gegen Bonn fortsetzen.

Erdal Eraslan (hier noch im Trikot des KFC Uerdingen) verstärkt die Abwehr der SSVg Velbert.
Erdal Eraslan (hier noch im Trikot des KFC Uerdingen) verstärkt die Abwehr der SSVg Velbert.

Erdal Eraslan (hier noch im Trikot des KFC Uerdingen) verstärkt die Abwehr der SSVg Velbert.

Dirk Jochmann

Erdal Eraslan (hier noch im Trikot des KFC Uerdingen) verstärkt die Abwehr der SSVg Velbert.

Velbert. Den aktuellen Lauf der SSVg Velbert nur mit einer Personalie zu erklären, wäre sicher zu einfach. Doch auffällig ist, dass die Wende zum Positiven zeitlich mit der Verpflichtung von Erdal Eraslan (31 Jahre, zuletzt Borussia Dortmund II) am 25. November zusammenfällt.

Im Stadion Sonnenblume kann definitiv nicht gespielt werden

Drei Tage zuvor kassierte die SSVg noch eine 1:6-Heimklatsche von den Sportfreunden Siegen. Mit dem neuen Abwehrchef errangen die Velberter drei deutliche Siege (4:1 bei Hamm und Delbrück, 5:2 gegen Wattenscheid) sowie ein Unentschieden (1:1 bei Schermbeck) und verbesserten sich vom letzten Platz (19.) auf Rang 17. "Erdal hat der Abwehr enorme Sicherheit gegeben", lobt Trainer Peter Kunkel und glaubt fest daran, dass das auch im Heimspiel gegen den Bonner SC (Sonntag, 15 Uhr) so sein wird. Ob das Spiel überhaupt stattfindet, stand am Donnerstag bei Redaktionsschluss noch nicht fest. "Im Stadion Sonnenblume können wir auf keinen Fall spielen", sagt Pressesprecher Ralf Koeppe.

Die 2:6-Niederlage im Hinspiel, als die Velberter in der zweiten Hälfte einen Einbruch erlitten und förmlich überrannt wurden, sei bedeutungslos, meint Kunkel: "Was im Hinspiel war, interessiert mich überhaupt nicht. Da hatte die Mannschaft noch ein ganz anderes Gesicht." Denn der Trainer musterte nach seinem Amtsantritt (1. November) Said Daftari und Murat Gümüstas aus. Dafür holte die SSVg in der Winterpause drei neue Spieler.

Zwei davon haben den Trainer in der kurzen Zwischenzeit absolut überzeugt: Der 29-jährige Angreifer Tuncay Aksoy und der 20-jährige Mittelfeldmann Fabian Buttgereit. So hatte Aksoy entscheidenden Anteil daran, dass Sturmpartner Daniel Nigbur beim 4:1-Sieg vorige Woche in Delbrück dreimal traf. "Tuncay hat richtig geackert", lobte Kunkel im Anschluss. "Wir haben die besten Stürmer der Liga."

Bonner haben Velbert beim Sieg in Delbrück genau beobachtet

Das ist auch dem Tabellenzweiten Bonn nicht verborgen geblieben. "Die haben uns am Sonntag gesehen", berichtet Kunkel. "Und ich weiß, dass sie Respekt vor uns haben." Auch wenn die Bonner Mannschaft aus Vollprofis bestehe und "sicher ein anderes Kaliber als Delbrück" sei, rechnet Kunkel mit einem eng umkämpften Rückspiel. "Wir haben nach dem 4:1 in Delbrück eine breite Brust, die Chancen stehen 50:50. Vor allem, wenn wir hinten stehen wie eine Wand." Und das hat mit Erdal Eraslan in der Dreierkette meistens sehr gut funktioniert.

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