Direkt im Eröffnungsspiel der neuen Saison treffen die beiden Nachbarschaftsrivalen 1. FC Wülfrath und Ratingen 04/19 am Sonntag aufeinander.

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Wer bleibt am Sonntag Sieger im Duell der beiden Niederrheinligisten aus dem Kreis Mettmann? Hier ein Bild aus der letzten Begegnung zwischen Wülfrath und Ratingen.

Wer bleibt am Sonntag Sieger im Duell der beiden Niederrheinligisten aus dem Kreis Mettmann? Hier ein Bild aus der letzten Begegnung zwischen Wülfrath und Ratingen.

Archiv Simone Bahrmann

Wer bleibt am Sonntag Sieger im Duell der beiden Niederrheinligisten aus dem Kreis Mettmann? Hier ein Bild aus der letzten Begegnung zwischen Wülfrath und Ratingen.

Wülfrath/Ratingen. Sie sind die einzigen beiden Vertreter aus dem Kreis Mettmann in der Fußball-Niederrheinliga, sie sind Ortsnachbarn, und jeweils zwei aktuelle Spieler der beiden Mannschaften haben in der vorigen Saison noch auf der anderen Seite gespielt. Wenn der 1. FC Wülfrath am Sonntag um 15 Uhr am Erbacher Berg den SV Germania Ratingen 04/19 empfängt, wird die Spannung nicht nur vom ersten Spieltag der neuen Saison geprägt sein.

"Wir sind deutlich besser aufgestellt als im Vorjahr."

Frank Kurth, Trainer 1. FC Wülfrath

Besondere Brisanz erhält die Begegnung nicht nur durch den Derbycharakter. Keine Extramotivation werden Hans Seidenzal, Rafet Zeka (Ratingen), Deniz Dogan und Taufik Butziat (Wülfrath) benötigen, die zum Saisonende die Fronten gewechselt haben.

Wülfraths Trainer Frank Kurth blickt zufrieden auf die intensive Trainingsphase zurück und peilt einen Sieg im Prestigeduell mit Ratingen 04/19 an: "Die Mannschaft hat an einem Strang gezogen. Wir sind deutlich besser aufgestellt als im Vorjahr", resümiert der Trainer. Nach fünf Wochen Vorbereitung hat sich in der neu aufgestellten Mannschaft des 1. FC Wülfrath eine gefestigte Startelf herauskristallisiert. "Große Überraschungen wird es gegenüber den Nominierungen bei den jüngsten Testspielen nicht geben", verrät Kurth. Für Durchschlagskraft in der Offensive, das Manko der Vorsaison, sollen Neuzugang Hidayet Aydogan und Ganesh Pundt sorgen. Auf den in der vergangenen Spielzeit schmerzlich vermissten Zug zum Tor hatte der Coach besonders Wert gelegt.

Von einem "Dämpfer zur rechten Zeit" sprach er, nachdem die Serie ungeschlagener Trainingsspiele fünf Tage vor dem Saisonauftakt mit der 1:4-Niederlage bei der höherklassigeren SSVg Velbert riss. "Diese Partie war ein Beleg dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen", sagt Kurth. "Wir sind erfolgreich, wenn wir schnellen, einfachen Fußball spielen." Außerdem sollen die Schwächen, die gegen die SSVg Velbert zu den schnellen Gegentoren in der Anfangsphase geführt haben, schnell beseitigt werden. Der Coach beklagte Abstimmungsprobleme im defensiven Mittelfeld.

Ratingen hat sich in letzter Minute noch im Angriff verstärkt

Fünf Wochen harte Vorbereitung hat auch Ratingens Trainer Karl Weiß mit seiner Mannschaft absolviert. Jetzt muss Ratingen ausgerechnet beim Nachbarn die Karten auf den Tisch legen. "Ich habe mir Wülfrath gegen die SSVg Velbert angeschaut und war überrascht über die gute Leistung. Auf jeden Fall ist mit Wülfrath in dieser Saison zu rechnen", sagt Karl Weiß. Mit den bisherigen Ergebnissen seiner eigenen Mannschaft ist Ratingens Trainer nicht ganz so zufrieden. "Wenn einige Spieler meinen, es gehe alles wie von selbst, und nicht voll mitziehen, dann haben sie ein Problem mit mir. Wer sich richtig reinhängt, der hat auch gute Chancen, in die Anfangsformation zu rücken."

"Egal, wer aufläuft, die Mannschaft hat mein Vertrauen. Wir wollen aus Wülfrath nicht mit leeren Händen zurückkehren."

Karl Weiß, Trainer Ratingen 04/19

Buchstäblich in allerletzter Minute sicherte sich 04/19 die Dienste von Ahmet Isiklar. Der 23-Jährige, der unter anderem für den SV Dröschede in der Westfalenliga spielte, gilt als laufstark und kann rechts oder links spielen, gegebenenfalls auch hinter den Spitzen, da er beidfüßig schießen kann. Seit einigen Wochen trainiert der 23-Jährige bei den Ratingern mit. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass er eine wertvolle Verstärkung sein könnte.

"Ich bin mir bei zwei oder drei Positionen für Sonntag noch nicht so ganz sicher. Egal, wer aufläuft, die Mannschaft hat mein Vertrauen, und wir wollen aus Wülfrath nicht mit leeren Händen zurückkehren", so Karl Weiß.

Die Frage nach dem Spielführer ist nun auch geklärt. Ratinger Kapitän ist wie im letzten Jahr Patrick Fiedorra. Sein Stellvertreter ist Björn Rohpeter.

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