Der Niederrheinligist verliert mit einer kläglichen Vorstellung 0:1 gegen den 1.FC Viersen. Trainer Frank Kurth ist total sauer und kündigt Konsequenzen an.

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Die Gesichter bei den Wülfrather Mannschaftsverantwortlichen sprechen Bände: (v.l.) Co-Trainer Andreas Berkenkamp, Trainer Frank Kurth und Betreuer Klaus Paul.

Die Gesichter bei den Wülfrather Mannschaftsverantwortlichen sprechen Bände: (v.l.) Co-Trainer Andreas Berkenkamp, Trainer Frank Kurth und Betreuer Klaus Paul.

Simone Bahrmann

Die Gesichter bei den Wülfrather Mannschaftsverantwortlichen sprechen Bände: (v.l.) Co-Trainer Andreas Berkenkamp, Trainer Frank Kurth und Betreuer Klaus Paul.

Wülfrath. "Diese Leistung ist völlig indiskutabel. So wie wir heute aufgetreten sind, spielt ein Absteiger", zeigte sich 1.FC Wülfraths Trainer Frank Kurth fassungslos und maßlos enttäuscht. Gegen den 1.FC Viersen bot seine Elf am Mittwochabend eine der Niederrheinliga in keinster Weise würdige Vorstellung und war mit der schmeichelhaften 0:1(0:1)-Niederlage noch bestens bedient. Einer unterirdischen Leistung im ersten Durchgang folgte ein noch schwächerer Auftritt in Halbzeit zwei.

Torwart Bastian Honnacker muss erneut Schlimmeres verhindern

"Wir werden in der Sommerpause definitiv reagieren. Das war eine absolute Frechheit. Eine schallende Ohrfeige für Verein, Vorstand und Trainer", konnte sich der Trainer kaum beruhigen. Positives war der Begegnung auf Wülfrather Seite erschreckend wenig abzugewinnen. Schon in der Anfangsphase musste Torwart Bastian Honnacker, der seine konstant gute Form über die volle Spielzeit bestätigen konnte, die Fehler seiner Vordermänner ausbügeln.

Nach einem katastrophalen Ballverlust von Marco Menge im Spielaufbau an der Mittellinie musste der Torhüter allerdings schon früh hinter sich greifen (14.). Wülfrath versuchte, Druck aufzubauen, doch es gelang nicht viel. Teamgeist, Siegeswille und Einsatz suchten die wenigen Wülfrather Fans am Spielfeldrand vergeblich. Ladehemmungen bewies Steffen Peschka (17./29.), und Marcel Lange scheiterte bei seinem Distanzschuss am Viersener Schlussmann.

Viel Pech hatten auch die Gäste bei ihren Möglichkeiten. Einmal bewahrte nur der Innenpfosten den FCW vor einem weiteren Gegentreffer (57.). Die Zuschauer waren sich einig: Ohne den überzeugenden Bastian Honnacker im FCW-Kasten hätte Viersen die Führung ausgebaut. Auf der anderen Seite nahm sich Ganesh Pundt fünf Meter vor dem Ziel zu viel Zeit und vertändelte die Kugel leichtsinnig (82.). Es war die einzige Chance für seine Mannschaft in der ganzen zweiten Halbzeit.

"Der Klassenerhalt ist alles andere als sicher."

Frank Kurth, Trainer 1. FC Wülfrath

"Mit so einer unbegreiflichen Leistung wie heute brauchen wir in Speldorf oder Solingen gar nicht anzutreten. Der Klassenerhalt ist alles andere als sicher", schätzt Kurth die Lage ein und erinnert an die Worte seines Kollegen Andreas Berkenkamp unmittelbar nach dem Abpfiff: "Es ist in einer gewissen Hinsicht gut, dass wir die einfachen Punkte nicht geholt haben. Dann hätten wir uns was vorgemacht."

Honnacker - Altenkamp (46. Nowak), Menge, Goczick (56. Zeka), Haschke, Peschka (83. Damiano), Seidenzal, Yildirim, Pundt, Lange, Tesic

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