Nach der Schelte von Trainer und Vorstand zeigen die Wülfrather Spieler beim 2:0 gegen Speldorf ein ganz anderes Gesicht als zuletzt gegen Viersen.

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Murat Yildirim hatte mit einem Treffer maßgeblichen Anteil am Wülfrather Erfolg in Speldorf.

Murat Yildirim hatte mit einem Treffer maßgeblichen Anteil am Wülfrather Erfolg in Speldorf.

Simone Bahrmann

Murat Yildirim hatte mit einem Treffer maßgeblichen Anteil am Wülfrather Erfolg in Speldorf.

Wülfrath. "Es scheint, als hätten wir die richtigen Worte gefunden", sagte der überglückliche FCW-Co-Trainer Andreas Berkenkamp nach dem Kraftakt beim VfB Speldorf.

Nach dem katastrophalen Auftritt am vergangenen Mittwoch gegen Viersen zeigte die Mannschaft des 1. FC Wülfrath eine beeindruckende Reaktion und ging in Mülheim mit 0:2(0:0) als Sieger vom Feld.

Der 1. FC Wülfrath bringt Speldorf die erste Niederlage dieser Saison bei

Es war überhaupt die erste Niederlage der Speldorfer in dieser Saison. "Das war eine Spitzenleistung. Jeder einzelne im Team hat Verantwortung übernommen", lobte der Trainer seine Truppe in höchsten Tönen. "Wir haben von Anfang an die Räume dicht gemacht und Eins-gegen-Eins-Situationen gesucht. Heute hat jeder Einzelne gekämpft."

Dass Wülfrath ohne Gegentor in die Halbzeitpause ging, war einmal mehr dem überragenden Torhüter Bastian Honnacker zu verdanken. Vor allem in der Anfangphase, in der Speldorf viel Druck machte, musste er sein Können unter Beweis stellen. Pech hatte auf der anderen Seite Fabian Nowak, der unbedrängt auf das Tor stürmte, aber auch im Nachschuss nicht erfolgreich war.

Nach der Pause setzte Rafet Zeka gleich in der ersten Szene mit einem Lattenschuss ein Zeichen. Während die Speldorfer immer mehr auf hohe Bälle in die Spitze setzten und damit dem Treffer keineswegs näher kamen, blieb Wülfrath geduldig bei seiner Taktik. Es sollte sich am Ende bezahlt machen: Über links setzte sich Jean-Pierre Damiano durch und bediente nach Doppelpass mit Rafet Zeka den nachrückenden Murat Yilderim, der zum 1:0 traf (85.). Sinnbildlich für die Begegnung erhöhte Zeka in der letzten Minute auf 2:0: Der junge Stürmer traf im dritten Versuch gegen den Torhüter und zwei Verteidiger.

Honnacker - Lange (70. Peschka), Haschke, Menge, Seidenzal, Tesic, Pundt, Yildirim, Nowak (83. Damiano), Altenamp, Zeka

"Das war ein Zeichen des Willens", unterstrich Berkenkamp. Mit den beiden Einwechslungen - ein weiterer Spielertausch war auf Grund der vielen personellen Ausfälle nicht mehr möglich - stemmten sich die Wülfrather gegen Tabellenzweiten. "Heute haben wir bewiesen, dass wir jeden schlagen können. Der 1. FC Wülfrath ist, wenn die Mannschaft als Team aufläuft, viel besser als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt", sagte der Trainer.

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