Obwohl der HSV Langenfeld über weite Strecken aktiver ist, behält Tuspo Richrath am Ende mit 2:1 die Oberhand.

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Der Langenfelder Alexander Michel (l.) im Kopfballduell mit Tuspo Richraths Michael Otten.

Der Langenfelder Alexander Michel (l.) im Kopfballduell mit Tuspo Richraths Michael Otten.

Stefan Fries

Der Langenfelder Alexander Michel (l.) im Kopfballduell mit Tuspo Richraths Michael Otten.

Langenfeld. In einem speziell in der ersten Halbzeit von übergroßer Nervosität geprägten Derby gewann Tuspo Richrath das Landesligaspiel beim HSV Langenfeld mit 2:1 (1:0).

Dabei hatte der HSV zu Beginn die besseren Möglichkeiten, versäumte es aber, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Bereits in der 5. Minute hatte der trotz Verletzung spielende Jens Hülsen die Chance zur HSV-Führung: Einen von Andreas Gumilar geschlagenen Ball beförderte er in Richtung Tuspo-Tor, wo der Ball auf der Linie geklärt wurde.

In der 16. Minute setzte Tobias Kirchhoff auf der linken Seite Martin Maibücher ein, dessen harter Schuss aufs kurze Eck von Jan Conradi im Richrather Tor mit Mühe zur Ecke geklärt werden konnte.

Langenfeld wird mitten im Sturmlauf kalt erwischt

Richrath hatte die erste erwähnenswerte Tormöglichkeit in der 20. Minute, als Matthias Castens nach einer Ecke den Ball per Fallrückzieher Richtung HSV-Tor beförderte, aber vorbeizog.

In der 28. Minute dann die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung für Tuspo: Der HSV verlor in der Vorwärtsbewegung einen Ball im Mittelfeld, Osei Opoku bediente Samir Amraoui, der den Ball an Tobias Lehnert vorbei ins Tor schlenzte. Fast im Gegenzug war es erneut Maibücher, der die Möglichkeit zum Ausgleich hatte: An der Strafraumgrenze an den Ball gekommen, ging sein Schuss denkbar knapp am linken Pfosten vorbei.

Lehnert - Nawroth, Kreitz, Michel (63. Engels), Hülsen, Gumilar, Hombach (73. Babic), Maibücher, Kirchhoff (63. Laschewski), Otten, Gerhardt

Conradi - Ockenfels, A. Balai, La Rossa (67. Forisch), Schmale, Schulz, Castens, Dubiel (83. Farella), Opoku (75. Milinski), Pawliczek, Amraoui

In der zweiten Spielhälfte kam es dann in der 54. Minute zur Vorentscheidung. Im Herauslaufen soll HSV-Torwart Lehnert nach Meinung des Schiedsrichters einen Richrather Stürmer gefoult haben. Den verhängten Elfmeter verwandelte Bartek Pawliczek sicher zur 2:0-Führung. Nachfolgend öffnete der HSV die Abwehr und bot so den Tuspo-Angreifern Raum zum Kontern. Opoku in der 70., Pawliczek in der 71. und kurz danach Castens hatten weitere Chancen.

Nach Vorarbeit von Christian Engels erzielte in der 78. Minute Stefan Laschewski den Anschlusstreffer zum 1:2. Fünf Minuten später hätte Hülsen den Ausgleich erzielen müssen, als er nach einem Freistoß am rechten Pfosten vorbei köpfte. Trauriger Höhepunkt aus HSV-Sicht: Michael Otten sah in der 90. Minute nach einem Pressschlag die gelb-rote Karte.

"Meine Mannschaft hat heute sicher nicht spielerisch überragt, aber alle haben gekämpft und sind gelaufen. Der Sieg geht in Ordnung, jetzt haben wir etwas mehr Ruhe für die kommenden Aufgaben", kommentierte Richraths Trainer Ganija Pjetrovic. Sein Gegenüber Guido Röhrig meinte: "Wir sind zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen. Nach dem Spielverlauf hätten wir mit zwei oder drei Toren in Führung gehen müssen. Nachfolgend haben wir den Platz für Konter geboten und hätten da auch höher verlieren können."

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