Nach einem 0:1-Rückstand dreht der VfB das Spiel und gewinnt 4:2.

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Jens Hülsen (l.) traf spektakulär zum 1:0 für Langenfeld. Aus 35Metern zog er ab, der Hildener Carlos Penan schaute nur hinterher.

Jens Hülsen (l.) traf spektakulär zum 1:0 für Langenfeld. Aus 35Metern zog er ab, der Hildener Carlos Penan schaute nur hinterher.

Dirk Thomé

Jens Hülsen (l.) traf spektakulär zum 1:0 für Langenfeld. Aus 35Metern zog er ab, der Hildener Carlos Penan schaute nur hinterher.

Hilden. Der VfB Hilden bleibt nach dem 4:2 (2:1)-Heimsieg im Derby gegen den nach zehn Spieltagen immer noch sieglosen HSV Langenfeld weiterhin im Rennen um die Tabellenspitze. "Da gibt es nichts zu beschönigen, der Sieg der Hildener geht in Ordnung. Wir haben mit den uns möglichen Mitteln versucht gegenzuhalten, aber der VfB war der bisher stärkste Gegner", sagte Langenfelds Trainer Guido Röhrig. Er sprach auch von Pech, da Martin Maibücher eine klare Chance unmittelbar nach der Pause nicht zum Ausgleich nutzte. VfB-Trainer Michael Kulm: "Wir haben die Niederlage gegen Uedesheim gut weggesteckt, Selbstbewusstsein und Spielfreude gezeigt und verdient gewonnen. Allerdings gilt es noch einige Nachlässigkeiten in der Defensive und im Ausnutzen der herausgespielten Möglichkeiten abzustellen."

Auch wenn der VfB druckvoll begann, in Führung gingen die Gäste. Es lief die 12. Minute, als sich Jens Hülsen ein Herz fasste und Hildens Keeper Sebastian Siebenbach aus nahezu 35 Metern überwand. Das Führungstor spielte dem HSV in die Karten, der in der Abwehr mit Andreas Gumilar und Michael Dahmen energisch zupackte. Vor dem Tor ließen die Gäste allerdings die letzte Entschlossenheit vermissen, wie etwa in der 43. Minute, als Tobias Kirchhoff eine Hereingabe verpasste.

Nach und nach nahm der VfB wieder das Heft in die Hand. Auf den Außenbahnen machten Eremias Ghebremedhin und Geoffrey Reich Betrieb. In der 31. Minute traf Ghebremedhin nach Vorarbeit von Reich zum 1:1. Henning Scholl köpfte den Freistoß von Manuel Trebbin, der die zentrale Rolle im Hildener Mittelfeld prima ausfüllte, noch am Tor vorbei (45.), ehe in der Nachspielzeit HSV-Torhüter Arno Klein Trebbins Freistoß fallen ließ und VfB-Kapitän Marcel Bastians zur 2:1-Pausenführung abstaubte.

In Unterzahl erzielt der VfB in der Nachspielzeit das erlösende 4:2

Durchgang zwei ging an die Hildener, abgesehen von der Chance für Maibücher (46.) und dem Distanzschuss von Björn Kreitz (60.), den Siebenbach parierte. Kurz zuvor hatte Hildens Routinier Udo Wimmershoff nach präziser Reich-Flanke das 3:1 markiert (57.). Die tonangebenden Platzherren steuerten einem sicheren Sieg entgegen, wurden aber durch den sich gegen Bastians energisch behauptenden Christian Engels, der aus halbrechter Position klasse ins lange Eck traf (85.), wieder in die Realität zurückgeholt.

Gut für Hilden, dass Carlos Penan in der Nachspielzeit einen energischen Vorstoß über die rechte Seite erfolgreich zum 4:2 abschloss. In Unterzahl, da Simon Schweiger kurz zuvor mit einer Knöchelverletzung vom Feld musste und das Wechselkontingent erschöpft war.

Vfb Hilden Siebenbach - Schweiger, Bastians, Scholl, Röttgen; Reich, Dieckerhoff, Trebbin (75. Frings), Ghebremedhin (75. Schulz); Penan, Wimmershoff (70. Steltzner)

HSV Langenfeld Klein - Kreitz, Gumilar, Dahmen (59. Engels), Maibücher; Hombach (27. Mollek/46.Nawroth), Hülsen, Pichierri, Otten; Laschewski, Kirchhoff

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