Mit 5:1 bringt Langenfeld dem SV Hilden-Nord im Derby die höchste Saison-Niederlage bei. Die Entscheidungen des Schiedsrichters sorgen für zusätzliche Brisanz.

Stefan Laschewski (l.), der sich in dieser Szene gegen Adir Muminovic behauptet, brachte den HSV Langenfeld vor der Pause in Führung.
Stefan Laschewski (l.), der sich in dieser Szene gegen Adir Muminovic behauptet, brachte den HSV Langenfeld vor der Pause in Führung.

Stefan Laschewski (l.), der sich in dieser Szene gegen Adir Muminovic behauptet, brachte den HSV Langenfeld vor der Pause in Führung.

Stefan Fries

Stefan Laschewski (l.), der sich in dieser Szene gegen Adir Muminovic behauptet, brachte den HSV Langenfeld vor der Pause in Führung.

Langenfeld. Es war ein ungewöhnliches Lokalderby zwischen dem HSV Langenfeld und SV Hilden-Nord: Zwei rote und zwei gelb-rote Karten, ein Elfmeter und mit 5:1 (2:1) ein fast sensationeller Sieg für den HSV sowie zugleich die höchste Saisonniederlage der Hildener.

Zu den Turbulenzen dieser Partie trug der Unparteiische ganz wesentlich bei. Das 1:1 der Langenfelder war ein Geschenk, da Nord-Torwart Marcus Mlitzke im Fünfmeterraum attackiert worden war. Die gelb-rote Karte gegen Emre Tosun (58./wiederholtes Foulspiel) war eine übertrieben harte Entscheidung, der rote Karton gegen Jens Hülsen (83.) nach einem Zusammenprall im Hildener Strafraum ein Witz. Jedoch mit bösen Folgen für den HSV-Spieler, da er in der Hinrunde schon einmal für acht Wochen gesperrt war.

Beide Trainer reklamieren krasse Fehlentscheidungen

Beide Trainer, Guido Röhrig (HSV) und Ferdy Stanetzky (SV Nord), waren sich in ihrem Urteil einig: Der schwächste Mann auf dem Platz war der Schiedsrichter. "Das war alles nicht normal", schimpfte Stanetzky, wobei er das Ergebnis mit einbezog. Röhrig räumte ein, beim 1:1-Ausgleich Glück gehabt zu haben.

Die Hildener boten in der ersten Halbzeit eine spielerisch gute Partie mit schnellen Kombinationen, jedoch ohne den nötigen Abschluss. So fiel ihr einziges Tor durch einen von Markus Rychlik verwandelten Elfmeter (15.). Dann verhinderte Björn Kreitz gegen den frei stehenden Ziegler das 0:2 (35.), bevor Hülsen und Dahmen nach einem Freistoß von Michael Otten fast in Gemeinschaftsarbeit für den Ausgleich sorgten. Nur zwei Minuten später erhielt Dahmen nach erneutem Foul die gelb-rote Karte. Der HSV aber bäumte sich auf und schaffte kurz vor der Pause durch Stefan Laschewski das 2:1 - ein Kopfball, bei dem Mlitzke hilflos wirkte.

Nach der Pause ging es bei dichtem Schneetreiben und unter Flutlicht Schlag auf Schlag. Daniel Gerhardt erzielte das 3:1 (54). Dann sah Tosun Gelb-Rot, und als sich Stefan Schaumburg ein übles Foul an Charly Elm leistete, zückte der Schiedsrichter zu Recht die rote Karte (63.). Plötzlich standen nur noch neun Hildener auf dem Platz und waren völlig von der Rolle.

Der eingewechselte Daniel Balic war mit einem Konter zum 4:1 (73.) für Langenfeld ebenso erfolgreich wie Vincenzo Pichierri nur drei Minuten später. Die unberechtigte rote Karte für Jens Hülsen (83.) vergällte Guido Röhrig jedoch ein wenig die Freude über den Sensationssieg.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer