Mit einem Sieg über Richrath und nach der Niederlage des Konkurrenten Wersten erreicht Langenfeld am letzten Spieltag das große Ziel.

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Zum Abheben schön: Der Jubel bei den HSV-Spielern kannte kaum Grenzen.

Zum Abheben schön: Der Jubel bei den HSV-Spielern kannte kaum Grenzen.

Stefan Fries

Zum Abheben schön: Der Jubel bei den HSV-Spielern kannte kaum Grenzen.

Langenfeld. Die Spieler lagen sich in den Armen oder wälzten sich in Trauben am Boden. Guido Röhrig kämpfte mit den Tränen. Das Nervenkostüm des Trainers war in den letzten 90 Minuten der Saison aufs Äußerste strapaziert worden.

Erst vier Minuten vor dem Abpfiff sicherte Tobias Kirchhoff mit seinem Tor zum 3:2 (2:2) gegen Tuspo Richrath den Klassenerhalt. Denn zur gleichen Zeit verlor Wersten beim Meister VfL Krefeld-Fischeln 1:5. Damit kann der HSV ab heute mit den Planungen für die nächste Landesliga-Saison beginnen.

Tuspo war wohl bemüht, zeigte aber weniger Kampf als der HSV

Die Mannschaft bewies vor allem in der Rückrunde, in der sie 23 ihrer 37 Punkte erkämpfte, dass sie in die Landesliga hineingewachsen ist. "Was soll ich sagen?

Wir sind nach zweimaligem Rückstand immer wieder ins Spiel zurückgekommen und haben die Entscheidung erzwungen. Ich bin einfach glücklich", sagte Röhrig.

Der Tuspo war jedoch keinesfalls als Punktlieferant an die Burgstraße gekommen, wenn auch der letzte Tick, dieses Spiel zu gewinnen, fehlte. Aber den größeren Einsatz und Kampfeswillen zeigte der HSV.

Entsprechend motiviert begannen die Gastgeber, ohne jedoch zum erfolgreichen Abschluss zu kommen. Die Tuspo-Abwehr mit dem überragenden Dirk Schreiber ließ zunächst kaum Chancen zu.

Völlig überraschend fiel das 1:0 auf der Gegenseite. Markus Böwing wurde in die Gasse geschickt, gewann das Laufduell und schoss zum Richrather Führungstor ein (18.).

Von da an ging es Schlag auf Schlag. Ein 25-Meter-Freistoß von HSV-Abwehrchef Michael Otten wurde von einem Tuspo-Spieler mit dem Kopf so abgefälscht, dass Torwart Pascal Tillges chancenlos war(25.).

Die Antwort folgte im Gegenzug: Necati Ergül setzte sich gegen Denis Nawroth durch und traf genau ins obere Eck (26.). Der HSV war nicht geschockt, sondern schlug zurück.

Alexander Michel fackelte nicht lange, als der Ball nach mehreren Querschlägern im Tuspo-Strafraum bei ihm landete: 2:2 (27.). Unmittelbar vor der Pause vergab der HSV die Chance zum 3:2, als Tillges einen Freistoß nicht unter Kontrolle brachte.

Nach dem Seitenwechsel wuchsen die Spielanteile der Gastgeber, ohne dass sich lange Zeit zwingende Chancen ergaben. Der Tuspo ließ den HSV anrennen, wollte das 2:2 über die Zeit retten.

Diese Absicht vereitelte der nach 75 Minuten eingewechselte Kirchhoff. Er war zur Stelle, als er nach turbulenten Szenen im Strafraum seine Mannschaft zum Klassenerhalt schoss.

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