Seit der VfB in der International Football Tournament Organisation ist, stehen die europäischen Spitzenklubs Schlange.

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Auch Lukas Podolski kickte einst beim Hildener U17-Cup.

Auch Lukas Podolski kickte einst beim Hildener U17-Cup.

dpa

Auch Lukas Podolski kickte einst beim Hildener U17-Cup.

Hilden. Lukas Podolski, Phillip Lahm - heute gestandene Nationalspieler, vor wenigen Jahren noch unbekannte Nachwuchsspieler beim Hildener Obi-Cup für U17-Mannschaften. Ein Umstand, auf den der Turnierausrichter VfB Hilden nicht ohne Grund stolz ist. Nun kommt ein weiterer hinzu: Der Verein ist in die International Football Tournament Organisation (IFTO) aufgenommen worden - ein Zusammenschluss von Turnierveranstaltern, der von der UEFA anerkannt ist. Und das bietet eine Reihe Vorteile für die Hildener.

Die teilnehmenden Vereine sind an ihre Zusage gebunden

Der Wichtigste: "Die Turniere haben einen offiziellen UEFA-Status mit verbindlichen Teilnahmebedingungen. Die Vereine können nicht so einfach absagen", sagt Harald Meffert, 1.Vorsitzender des VfB Hilden. Ein weiterer sind die entstehenden Kontakte. "Dynamo Moskau hat sofort angerufen und angefragt, ob sie beim nächsten Mal dabei sein können. Ohne die IFTO wären die nie im Leben darauf gekommen. Jetzt sind wir ein namhaftes Turnier und können bei den ganz großen Vereinen anders auftreten. Ich hätte sonst nie daran gedacht, Chelsea anzuschreiben." Jetzt könnte es gut sein, dass die Nachwuchs-Ballacks im Sommer in Hilden am Ball sind.

Das wiederum sei eine enorme Bereicherung für die Jugendarbeit - ein Steckenpferd des VfB Hilden. "Unsere Jungs lernen von den großen Vereinen. Wann haben sie sonst mal die Möglichkeit gegen Chelsea und Dynamo Moskau zu spielen", sagt Meffert. "Viele Jugendliche kommen ja jetzt schon zum VfB, nur um einmal Obi-Cup zu spielen. Das ist ein richtiges Zugpferd und natürlich eine enorme Reputation für den Verein und die Stadt."

So ganz nebenbei biete die Mitgliedschaft natürlich auch "einen Vorteil bei der Vermarktung", gibt Harald Meffert zu. Ob sich das auch finanziell auszahlen wird, da ist er sich noch nicht so sicher. Meffert geht vom Gegenteil aus: "Wenn wir ein Turnier mit regionalen Mannschaften machen würden, hätten wir bestimmt mehr Zuschauer. Der Zuspruch zum Obi-Cup ist zu gering. Deshalb müssen wir die Leute überzeugen, dass auch in der U17 schon richtig guter Fußball gespielt wird. Im vergangenen Jahr hatten wir ein halbes Dutzend Nationalspieler hier."

Bewerben kann man sich für eine IFTO-Mitgliedschaft übrigens nicht: Die Vorschläge kommen von den bereits anerkannten Mitgliedern. Insofern sieht Meffert die Aufnahme als "Kompliment und Würdigung der Turnierarbeit beim VfB".

Die International Football Tournament Organisation (IFTO) ist ein offener Zusammenschluss von Veranstaltern internationaler U17- und U19-Jugendfußballturniere mit einheitlichen Qualitätsstandards.

Terborg (NL), ADO Den Haag (NL), TBV Lemgo, BV 04 Düsseldorf, Olympia Laupheim, TuS Ergenzingen, FC Ostrach, TuS Ennepetal, TuS Stemwede, Hansa Friesoythe, SpVgg Oberndorf, SpVgg Ilvesheim, VfB Hilden

Diese Standards müssen erfüllt sein: Genehmigung des nationalen Fußballverbands, Einhalten der Richtlinien der UEFA und FIFA, gesicherter Etat, bereits fünf Turniere ausgerichtet, 75Prozent der Profimannschaften aus der höchsten Liga ihres Landes.

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