Zum Saison-Finale trifft der Handball-Drittligist auf Minden II. Der SG Ratingen droht in Korschenbroich die 18. Niederlage in Folge.

Andreas Nelte (mit Ball) ist der erfahrenste Spieler des Kaders. Er will alles dafür geben, dass Langenfeld doch die 3. Liga hält.  Archiv
Andreas Nelte (mit Ball) ist der erfahrenste Spieler des Kaders. Er will alles dafür geben, dass Langenfeld doch die 3. Liga hält. Archiv

Andreas Nelte (mit Ball) ist der erfahrenste Spieler des Kaders. Er will alles dafür geben, dass Langenfeld doch die 3. Liga hält. Archiv

Matzerath

Andreas Nelte (mit Ball) ist der erfahrenste Spieler des Kaders. Er will alles dafür geben, dass Langenfeld doch die 3. Liga hält. Archiv

Langenfeld/Ratingen. Es ist ein besonderer Tag. Die Handballer der SG Langenfeld (SGL) stehen schließlich vor einem echten Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga. Und mehr Spannung geht nicht. Gewinnt der Aufsteiger heute Abend (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den TSV GWD Minden II sein letztes Saisonspiel, kann er die Klasse halten – vielleicht. „Es hat keiner damit gerechnet, dass wir noch dieses Finale haben“, sagt Andreas Nelte, „dass es so kommt, hätten wir jederzeit unterschrieben.“ Nelte weiß die Lage einzuschätzen – und alles hängt an einem seidenen Faden. Für ihn selbst wäre ein Erfolg nicht nur der perfekte Abschluss einer ziemlich einmaligen Karriere in Langenfeld. Nelte ist der erfahrenste Spieler des Kaders. Und er wird heute 35 Jahre alt. Als Nelte 2007 von der Burscheider TG zum Landesligisten SGL kam, war er Rückraumspieler. Der damalige Trainer Heino Kirchhoff machte aus ihm einen Kreisläufer – eine Entscheidung, die sich als Volltreffer erweisen sollte. Direkt in der Saison 2007/2008 sprang der Aufstieg in die Verbandsliga heraus und 2011 folgte der Sprung in die Oberliga. In der traumhaften Saison 2016/2017 folgte eine weitere Steigerung: Nelte war entscheidend am Aufstieg in die 3. Liga beteiligt und zentraler Bestandteil jener Mannschaft, die den Deutschen Amateurpokal gewann – als Abwehrspieler, als Kreisläufer, als Fixpunkt des Teams. Sonst war kein anderer Spieler der heutigen Mannschaft über zehn Jahre lang ununterbrochen dabei. Inzwischen bekommt Nelte weniger Einsatzzeit, weil ein Teamkollege genau auf seinen Positionen in den Vordergrund gerückt ist. „Damit habe ich überhaupt kein Problem“, betont Nelte, „Dustin Thöne hat sich stark entwickelt. Und es ist völlig legitim, dass er mehr spielt.“

SGR hat in Korschenbroich kaum Siegchancen

Simon Breuer ist ehrlich. „Nach so einer Saison ist man froh, wenn sie vorbei ist“, sagt der Spielertrainer der SG Ratingen. Ein Spiel müssen Breuer und seine Schützlinge dafür noch überstehen – heute Abend (19 Uhr) am letzten Spieltag der Drittliga-Saison in Korschenbroich. Siegchancen? Praktisch keine. „Wir wollen wenigstens mit einem ordentlichen Gefühl aus der Saison gehen“, betont Breuer. Doch das wird schwer. Denn zusätzlich zum ohnehin vorhandenen Qualitätsmangel im Kader geht das Löwenrudel auch noch personell am Stock: Marcel Müller und Lennard Maesch fallen in Korschenbroich zusätzlich aus. „Wir werden wahrscheinlich nur neun Feldspieler haben“, sagt Breuer. So wird die SG höchstwahrscheinlich die 18. Niederlage in Folge einfahren, natürlich ein Rekord in der noch jungen Vereinsgeschichte. Wohl auch deshalb richten sich bei der SG Ratingen schon jetzt alle Blicke auf die kommende Saison in der Nordrheinliga.

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