Julian Hanses wusste bei seiner Premiere im französischen Pau alle zu überraschen.

Julian Hanses wusste bei seiner Premiere im französischen Pau alle zu überraschen.
Der Hildener meisterte die kurvenreiche und enge Strecke in Pau überraschend gut.

Der Hildener meisterte die kurvenreiche und enge Strecke in Pau überraschend gut.

James Gasperotti

Der Hildener meisterte die kurvenreiche und enge Strecke in Pau überraschend gut.

Hilden/Pau. Eine Woche vor dem Start der Formel-3-Europameisterschaft war Julian Hanses die Anspannung deutlich anzumerken. Der Nachwuchsrennfahrer steckte mittendrin in den letzten Vorbereitungen für seine Premiere in der neuen Motorsportklasse. Sieben Tage später ist die Erleichterung zu spüren, denn das Debüt verlief für den Hildener nach Maß. Der Rookie überraschte gleich am ersten Wochenende der Rennserie die Konkurrenz und heimste in den drei Läufen als bestes Ergebnis einen siebten Platz ein.

Die Formel 3 hat eine lange Tradition. Hier sammelten unter anderem Michael Schumacher und Ayrton Senna erste Meriten. Für Julian Hanses ist es die erste Saison in einer der schwersten Schulen im Motorsport. Mehr als 20 Fahrer aus aller Welt gehen in der Formel 3 an den Start und liefern sich an zehn Wochenenden intensive Duelle. Darunter ist neben Hanses auch Weltmeister-Sohn Mick Schumacher. Zum Auftakt absolvierten die Talente den Stadtkurs im französischen Pau, das 77 000 Einwohner zählt. Ein Höhepunkt gleich zum Saisonstart, denn die Strecke über 2760 Meter führt durch die Innenstadt und lässt kaum Raum für Fehler.

Bereits im ersten Lauf lag er in Schlagdistanz zu Punkterängen

In drei Rennen maßen sich die Nachwuchsfahrer. Nach einer Top-Vorbereitung demonstrierte Julian Hanses der Konkurrenz seine Leistungsfähigkeit. Bereits im ersten Lauf, der noch auf trockener Fahrbahn über die Bühne ging, kämpfte sich der 20-Jährige auf Rang 13 vor und lag in Schlagdistanz zu den Punkterängen.

Im Qualifying für den zweiten Lauf sorgten starke Regenschauer für veränderte Bedingungen. Doch Julian Hanses zeigte sich auf der nassen Strecke ganz in seinem Element. Das Training beendete der Hildener auf Rang vier, ging damit von Position acht aus ins Rennen. 27 Runden lang lieferte er sich packende Duelle mit seinen Kontrahenten – die Ziellinie querte er als Siebter. Damit war er zugleich bester Deutscher, denn Mick Schumacher landete auf Rang zehn. „Ich kann es gar nicht fassen und muss mich erst einmal selber kneifen“, gestand Hanses und ergänzte: Gemeinsam mit meinem Team ,ma-con’ starten wir hier als One-Man-Show und treten gegen die großen Mannschaften an. Das ist vergleichbar mit dem Kampf David gegen Goliath.“

Auch im dritten Lauf kämpfte sich der Hildener nach einem schwierigen Start zunächst wieder nach vorne, am Ende stand Rang 18 zu Buche. Sein Fazit: „Die Formel 3 gilt als richtig harte Nachwuchsschule. Wer sich hier durchsetzt, hat die Chance, sich als Rennfahrer zu entwickeln – genau das ist mein Ziel.“

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