Der 04/19-Spieler fällt mindestens ein Jahr aus – es ist fraglich, ob er überhaupt wieder spielen kann.

Fußball
Patrick Fiedorra (r.) muss am Knie operiert werden.

Patrick Fiedorra (r.) muss am Knie operiert werden.

Achim Blazy

Patrick Fiedorra (r.) muss am Knie operiert werden.

Ratingen. Irgendwann tat selbst das Anziehen einer Hose weh. Wenn das Knie so dick war, dass es kaum noch in ein Hosenbein passte. „Ich habe mich wirklich durchgebissen“, sagt Patrick Fiedorra. „Aber es geht einfach nicht mehr.“ Zwei Tage lang versuchte es der Abwehrspieler des Fußball-Oberligisten 04/19 in der Wintervorbereitung.

„Danach war alles total angeschwollen.“ Die bittere Erkenntnis: Es geht nicht mehr. Der 30-Jährige muss sich operieren lassen. Knorpelschaden im Knie. Es gibt da vier Schweregrade – und der Ex-Kapitän hat Stufe vier. „Schon am 9. Februar ist die erste Arthroskopie“, sagt Fiedorra. Dort wird Knorpelgewebe entnommen und nachgezüchtet. Neun Wochen später soll der neue Knorpel ins Knie eingepflanzt werden. Doch danach beginnt die Leidenszeit erst. „Der Arzt hat gesagt, dass ich danach mindestens ein Jahr pausieren muss. Und er glaubt nicht, dass ich danach nochmal auf dem Platz stehen werde.“

Bereits seit anderthalb Jahren macht das Knie Probleme

Der Spieler selbst sieht das anders. „Meine größte Priorität ist, noch mal ein, zwei Jahre Fußball zu spielen“, sagt er. „Aber gedanklich habe ich mich damit abgefunden, dass es auf diesem Niveau für mich vorbei ist.“ Fiedorra denkt zwiegespalten. „Ich bin Fußballer mit Leib und Seele. Natürlich tut der Gedanke, dass jetzt alles vorbei sein soll, sehr weh. Andererseits quäle ich mich auch schon seit anderthalb Jahren mit den Schmerzen herum. Wenn ich nach jedem Training ein dickes Knie habe, wenn ich mir jedes Mal Gedanken machen muss, ist die Belastung irgendwann größer als der Spaß.“ Nun geht es für Fiedorra nach Ansicht der Ärzte darum, dass er künftig wenigstens im „normalen“ Leben schmerzfrei bleibt.

Trainer Peter Radojewski ist traurig, dass ihm der Abwehrstratege künftig fehlen wird. „Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und ein perfekter Fußballer. Gesund und fit hat er uns immer geholfen.“ Doch genau das war eben das Problem.

Bei den Spielen will Fiedorra trotzdem anwesend sein. „Natürlich werde ich mir die Spiele weiter angucken“, sagt er. „Das sind doch meine Jungs. Ich kenne kein Leben ohne Fußball, und daran wird sich nichts ändern.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer