Die erste Mannschaft des Vereins spielt zwar nur in der Kreisliga B, doch am Unterbau mangelt es nicht: Mehr als 400 Kinder und Jugendliche trainieren im Klub. Einziges Manko ist die fehlende eigene Heimstätte.

Ausgebildete Trainer begleiten den Mettmanner Fußball-Nachwuchs bei ihrem Werdegang beim FCM 08.  Fotos (2): FC Mettmann
Ausgebildete Trainer begleiten den Mettmanner Fußball-Nachwuchs bei ihrem Werdegang beim FCM 08. Fotos (2): FC Mettmann

Ausgebildete Trainer begleiten den Mettmanner Fußball-Nachwuchs bei ihrem Werdegang beim FCM 08. Fotos (2): FC Mettmann

Eine eigene Spielstätte fehlt dem FC Mettmann derzeit noch.

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Ausgebildete Trainer begleiten den Mettmanner Fußball-Nachwuchs bei ihrem Werdegang beim FCM 08. Fotos (2): FC Mettmann

Mettmann. In Mettmann gibt es vier Fußballvereine – in der Jugendarbeit ist wohl mit Abstand der FC Mettmann 08 der bestgeführte Klub. „Wir haben 664 Mitglieder, davon allein etwa 400 Kinder und Jugendliche. Mit 25 Jugendmannschaften, davon vier Mädchen-Teams, haben wir die größte Juniorenabteilung im gesamten Fußballkreis Wuppertal-Niederberg“, sagt Jugendleiter Christian Bartsch nicht ohne Stolz in der Stimme.

Vor allem in den jüngeren Altersstufen gäbe es jeweils vier Mannschaften. „Wir haben derzeit zwei Junioren-Teams, die der Leistungsklasse angehören. Ziel ist es, mit noch mehr Jugendmannschaften in der Leistungsklasse vertreten zu sein. Da derzeit einige Teams in ihrer Altersstufe in der Tabelle der Kreisklasse oben stehen, dürfte das Ziel bald erreicht sein“, sagt Bartsch. „Wenn demnächst durchgängig alle Altersstufen mit mindestens zwei Teams besetzt sind und je Altersstufe eine Mannschaft der Leistungsklasse angehört, sind wir als Verein sehr gut aufgestellt.“ Den Erfolg der Jugendarbeit führt Bartsch unter anderem darauf zurück, dass er und Dagmar Bauer, die beide für die Jugend verantwortlich sind, vom Vorstand des Vereins jedwede Unterstützung bekommen.

„Als Verein wollen wir die erste Mannschaft überwiegend aus Spielern, die aus unserem Nachwuchs kommen, rekrutieren. Das sind dann auch Fußballer, die sich mit ihrem Klub identifizieren.“

Christian Bartsch, Jugendleiter des FC Mettmann 08

„Dagmar Bauer und ich haben ein Jugendkonzept ausgearbeitet, das vom Vorstand und Verwaltungsrat getragen wird.“ Bartsch, der auch Geschäftsführer des FC Mettmann 08 ist, macht deutlich, dass es sehr wichtig ist, dass in den einzelnen Teams qualifizierte Übungsleiter für den Trainings- und Spielbetrieb tätig sind. „Wir schicken unsere Übungsleiter regelmäßig zu Lehrgängen.“

Die gute Jugendarbeit sieht er aber nicht als Selbstzweck, sondern als Unterbau und Zulieferer für den Seniorenbereich an. „Wir streben mittelfristig die Kreisliga A für unsere erste Mannschaft an. Derzeit sind wir als Aufsteiger in die Kreisliga B Tabellendritter, nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter. Als Verein wollen wir die erste Mannschaft überwiegend aus Spielern, die aus unserem Nachwuchs kommen, rekrutieren. Das sind dann auch Fußballer, die sich mit ihrem Klub identifizieren. Wir haben genügend talentierte junge Spieler in der Nachwuchsabteilung, die sicherlich bei uns ihren Weg machen und für die erste Mannschaft sehr wertvoll sein werden.“

Der Leiter der Mettmanner Jugendabteilung findet aber auch kritische Worte: „Wir sind leider ein Fußballverein ohne eigene Heimstätte. Wir haben weder eine Geschäftsstelle noch ein Vereinsheim. Das ist ein Zustand, der eigentlich untragbar ist.“ In der Praxis sehe dies so aus, dass am Sportzentrum Auf dem Pfennig zwar trainiert werde und der Spielbetrieb stattfindet, aber das Vereinsheim und die Geschäftsräume nur durch den ASV Mettmann genutzt werden dürfen. „Das hat die Stadt Mettmann so festgelegt.“

Ähnlich ist es auf der benachbarten Anlage am Heinrich-Heine-Gymnasium. Der dortige Kunstrasenplatz wird ebenfalls teilweise vom FC Mettmann 08 genutzt. „Am HHG ist aber die Fußballabteilung von Mettmann-Sport der Hauptnutzer und reklamiert Vereinsheim sowie Geschäftsstelle nur für sich“, sagt der 50-Jährige. Christian Bartsch beschreibt den derzeitigen Zustand so: „Ich habe eine mobile Geschäftsstelle. Die notwendigen Unterlagen wie Anmeldeformulare, Spielerpässe und vieles mehr trage ich in einem Koffer mit mir herum.“

Derzeit finden Gespräche mit der neuen Sportdezernentin der Stadt Mettmann, Ute Piegeler, statt, die ein offenes Ohr für die Belange des FC Mettmann zeige, sagt Christian Bartsch. „Ich hoffe, dass sich unsere Situation dadurch positiv verändert und wir demnächst über Räumlichkeiten für unsern Verein verfügen“, stellt er fest.

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