Der frühere Keeper des Drittligisten SG Langenfeld wurde jetzt in Berlin Deutscher Meister im Beach-Handball.

Der frühere Keeper des Drittligisten SG Langenfeld wurde jetzt in Berlin Deutscher Meister im Beach-Handball.
Tobias Geske, der frühere Keeper des Drittligisten SG Langenfeld wurde jetzt in Berlin Deutscher Meister im Beach-Handball.

Tobias Geske, der frühere Keeper des Drittligisten SG Langenfeld wurde jetzt in Berlin Deutscher Meister im Beach-Handball.

DHB/Christian Bendig

Tobias Geske, der frühere Keeper des Drittligisten SG Langenfeld wurde jetzt in Berlin Deutscher Meister im Beach-Handball.

Langenfeld. Er ist der Typ Spieler, den viele als „emotionalen Leader“ bezeichnen würden – und den sie auch gerne in ihrer Mannschaft hätten. Ein paar Jahre lang war Tobias Geske bei den Handballern der SG Langenfeld (SGL) ein großer Rückhalt auf dem Posten zwischen den Pfosten. Leidenschaft und volle Hingabe gehörten zu den selbstverständlichen Zutaten. Nach dem Abstieg aus der Dritten Liga wechselte Geske vor einem Jahr zur HG Remscheid in die Oberliga.

„Es ist auch mit ein bisschen Abstand unglaublich.“

Tobias Geske, Deutscher Meister im Beach-Handball

Was er mitnahm: Die Lust am Handball im Allgemeinen und die zum Beach-Handball mit „Beach & Da Gang““ aus Münster im Besonderen. Das Spektakel im Sand – es galt immer als Geskes große sportliche Liebe. Doch nie war sie so heiß wie jetzt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Münster holte zum ersten Mal den Titel. Und klar: Tobias Geske wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt, weil er große Paraden zeigte – nicht nur beim 2:0 (14:12, 27:14) im Finale gegen die SG Schurwald. „Es ist auch mit ein bisschen Abstand unglaublich“, sagt der 31-Jährige. Beim Versuch, die Nacht zum Tage zu machen, musste er sich allerdings bremsen. Grund: Am anderen Vormittag standen in der Heimat unaufschiebbare dienstliche Termine auf dem Programm. Jeder Gedanke an die drei Tage in Berlin jagte ihm dabei immer wieder Schauer über den Rücken: „Da bekommst du eine Gänsehaut.“

„Beach & Da Gang“ zeigten den schönsten Beach-Handball – was selbst die Konkurrenz ehrlich bestätigte. Nach dem 2:0 (22:12, 16:10) gegen „DDD & friends“ aus Krefeld und dem 2:0 (18:12, 20:2) gegen BTVGA aus Bartenbach riss das Viertelfinale gegen die Otternasen (Göppingen) alle mit, weil es Top-Sport und Top-Spannung gab.

Im Shoot Out war Geske der entscheidende Mann im Spiel

Da „Beach & Da Gang“ den ersten Abschnitt mit 13:10 gewann und den zweiten mit 17:20 verlor, kam es zum „Shoot Out“, in dem Geske den entscheidenden Versuch zum 9:8-Enddstand abwehrte. Wenig später war er in einer Traube von Mitspielern verschwunden.

Das Halbfinale gegen die Sanddevils aus Minden stand auf des Messers Schneide – 2:0 (17:16, 21:20). Münster hatte den Deutschen Rekordmeister nie zuvor bei den nationalen Titelkämpfen besiegt. Tenor hinterher: „Ein Horror-Krimi.“ Gegen die Euphorie der „Gang“ fand Schurwald etwas später im Finale keine Mittel mehr. Ob die Langenfelder gegen den „Normalkeeper“ Geske das eine oder andere Mittel finden, wird sich in ein paar Wochen zeigen: Die HG Remscheid tritt am 6. Oktober bei der in die Oberliga aufgestiegenen SGL-Zweiten an. Tobias Geske, der mit der SG Langenfeld im Jahr 2016 in Hamburg bereits den Deutschen Amateurpokal gewann, kehrt zusätzlich als Deutscher Meister in die Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium zurück. Einer dieser besonderen emotionaler Leader war er ja immer schon.

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