Nach der fünften Niederlage am Sonntag gegen Hügelsheim werden die Ratinger Ice Aliens kaum noch unter die ersten Vier der Qualifikation kommen.

Marc Höveler erzielte gegen Hügelsheim den letzten Treffer der Ratinger Ice Aliens zum 4:6.
Marc Höveler erzielte gegen Hügelsheim den letzten Treffer der Ratinger Ice Aliens zum 4:6.

Marc Höveler erzielte gegen Hügelsheim den letzten Treffer der Ratinger Ice Aliens zum 4:6.

Archiv Pierre-Claude Hohn

Marc Höveler erzielte gegen Hügelsheim den letzten Treffer der Ratinger Ice Aliens zum 4:6.

Ratingen. Die Zielsetzung des Ratinger Eishockeyvereins Ice Aliens für diese Saison lautete zunächst, an der Aufstiegsrunde zur Oberliga teilzunehmen. Das haben die Ice Aliens geschafft. Das zweite Ziel, einen Platz unter den ersten sechs Mannschaften in der Qualifikations-Runde zu erreichen, scheint nach der fünften Niederlage in sieben Spielen nicht mehr zu verwirklichen zu sein. Das dritte Heimspiel ging am Sonntag gegen den ESV Hügelsheim mit 4:6 (1:3, 2:2, 1:1) verloren.

Den Aliens ist in der vorigen Saison der Aufstieg von der Verbandsliga in die Regionalliga gelungen. Trotz eines kleinen Etats und einer relativ preiswerten Mannschaft wollte der Ratinger Vorstand bei den Großen munter mitmischen. Städte wie Essen und Dortmund haben nur die Eishockeyregionalliga zu bieten. Die zweite Garnitur von Düsseldorf spielt ebenfalls um einen Platz in der Oberliga mit. Und auch Neuss verfügt über ein Team, das den Aufstieg schaffen könnte.

Der Zuschauerzuspruch ist in Ratingen Spitze der Liga

Gegen all diese Mannschaften haben die Ratinger bisher verloren. Doch was das Zuschauerinteresse betrifft, sind die "Außerirdischen" mit durchschnittlich 811Besuchern pro Spiel Spitze in der Liga. Die Fans der Aliens sind eben etwas ganz Besonderes.

In guten und in schlechten Zeiten stehen sie zum Eishockey. Auch in diesem Jahr werden sie wieder mit einem Sambazug einen gegnerischen Verein beglücken. Diesmal rollt der Zug am 1. März mit 300 Fans in Richtung Hügelsheim.

Wie sich bisher gezeigt hat, käme die Oberliga für die Ratinger aber einfach noch zu früh. Nur mit deutschen Spielern ist auch in der 4. Liga kein Staat zu machen. Hügelsheim, eine 4000 Seelengemeinde an der französischen Grenze, verfügt über drei "echte" Kanadier, drei Deutschkanadier, einen Deutschtschechen und einen Deutschrussen. Eine so bestückte Mannschaft wäre für Ratingen selbst in der Oberliga nicht bezahlbar.

Wenn auch einige Fans noch an dem Ziel festhalten, dass Ratingen an den Play-Offs der besten vier Mannschaften teilnehmen könnte, werden wahrscheinlich. die oben genannten Mannschaften die Play-Off-Plätze unter sich ausmachen. Die Aliens müssen sich darauf konzentrieren, Dinslaken noch abzufangen.

Dafür dürfen sie sich keinen Ausrutscher, wie am Freitag in Stuttgart, mehr leisten. Die Mannschaft von Trainer Janusz Wilczek befindet sich augenblicklich in einem kleinen Tief. Gegen Hügelsheim leisteten sich die Spieler am Sonntagabend einen Durchhänger, den der Trainer in der Pressekonferenz heftig kritisierte: "Das erste Drittel war unter aller Sau. Dafür kann ich mich bei den Zuschauern nur entschuldigen."

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