Ratinger Spieler zeigen beim 5:2-Sieg in Düsseldorf Eishockey vom Feinsten.

Ratingen. Die Ice Aliens Fans stehen vor einem Rätsel: Ihre Mannschaft spielt zuhause gegen leichte Gegner pfui, auswärts bei den Schwergewichten aber hui. Selbst Aliens-Trainer Janusz Wilczek hat keine Erklärung dafür, dass nach der blamablen Leistung gegen Dinslaken, in Düsseldorf gegen den Favoriten DEGII ein verdienter 5:2 (2:0, 0:2, 3:0) Sieg erzielt wurde.

Die große Eissportarena an der Brehmstraße hat schon etwas gespisches, wenn nur einige hundert Zuschauer die Steh- und Sitzplätze bevölkern. Die Leere, gepaart mit Feuchtigkeit und Kälte, lässt keine Stimmung aufkommen. Die Düsseldorfer und Ratinger Fans versuchten gegen diesen Frust anzukämpfen. Eigentlich müsste die zweite Mannschaft der DEG an diesen Zustand gewöhnt sein und die Ratinger Spieler hätten gehemmt sein müssen.

Doch die "Außerirdischen" leben in Düsseldorf förmlich auf. Spielzüge von ungeahnter Geschwindigkeit und Präzision werden vorgetragen. Hellwach werden die gegnerischen Angriffe vereitelt. Zweikämpfe werden gewonnen, und keine Scheibe wird verloren gegeben. Eishockey vom Feinsten.

Dabei wurde auch das körperliche Spiel gepflegt. Schiedsrichter Axel Rademaker hatte alle Hände voll zu tun, um das Spiel unter Kontrolle zu halten. Genau 40 Minuten verweilten Aliens auf der Strafbank und kassierten in dieser Zeit auch die beiden Gegentreffer.

Christian Schlesiger, der bei den Gegnern und den Unparteiischen keinen guten Ruf hat und der bereits eine zehnminütige Disziplinarstrafe erhalten hatte, blieb in der 48. Minute nach einem Foul reglos auf dem Eis liegen und musste von seinen Kameraden auf die Spielerbank gebracht werden, wo er für den Rest des Spiels blieb. Der Schiedsrichter verhängte keine Strafe. Trainer Janusz Wilczek berichtete nach dem Spiel: "Christian ist von einem Schläger am Hals getroffen worden und hatte das Bewusstsein verloren."

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