Ausgerechnet in Überzahl kassieren die Ice Aliens gegen Dortmund in eigener Halle das entscheidende Gegentor zur 2:3-Niederlage.

Ratingen. Beinahe hätten die Ice Aliens die Sensation gegen die hoch favorisierten "Elche" aus Dortmund geschafft. Doch statt der drei möglichen, mussten sie sich mit nur einem Punkt bei der 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) Niederlage nach Penaltyschießen zufrieden geben.

Dortmunder Trainer spricht von zwei gewonnenen Punkten

Ein Sieg hätte einer langen Tradition entsprochen. Denn wenn das Karnevalsprinzenpaar einen Auftritt in die Ratinger Eishalle hatte, gab es fast immer einen Sieg.

Nach dem Abpfiff gestand sogar der Dortmunder Trainer Krystian Sikorski: "Wir haben zwei Punkte gewonnen." Sein Ratinger Kollege Janusz Wilczek dagegen konnte nicht bestätigen, dass er diese beiden Punkte verloren hatte. Er war mit dem Ergebnis zufrieden.

Die entscheidende Szene im der Partie gegen Dortmund fand im letzten Drittel statt. Die Aliens führten zu diesem Zeitpunkt mit zwei Überzahltoren. Der Schiedsrichter hatte gerade einen Dortmunder mit einer großen Strafe und Ausschluss belegt. Eineinhalb Minuten später schickte er einen weiteren Dortmunder Spieler auf die Strafbank. Jetzt hatten die Aliens 120 Sekunden Zeit, um mit fünf gegen drei Spielern, das alles entscheidende Tor zu schießen.

Ratingen versucht den Puck zu halten und muss das 2:3 hinnehmen

Was die Fans in diesem Überzahlspiel erlebten, hatten sie bisher noch nie gesehen. Statt zu versuchen, ein Tor zu erlangen, schoben sich Benjamin Hanke und Philipp Louven hinter dem gegnerischen Tor den Puck unendlich lange hin und her. F

ür die Zuschauer war klar, so kann man kein Tor schießen. Die Freude der Gäste über diese Aktion war so groß, dass sie noch in Unterzahl den Ausgleich erzielten.

Auf die Frage, was solche Spielweise zu bedeuten hätte, verriet Janusz Wilczek eine erstaunliche taktische Maßnahme. "Dies ist eine neue Variante aus Tschechien, die Hügelsheim eine Woche zuvor gezeigt hat.

Dabei wird der Puck solange hinter dem Tor gehalten, bis die Verteidiger aufgerückt sind. Der Verlust der Scheibe soll damit wesentlich verringert werden. Wir haben diesen Spielzug diese Woche trainiert. Leider hat es nicht funktioniert."

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