Ratinger verlieren gegen die Kobras 3:4 und enttäuschen durch Fehlverhalten ihre Fans.

Ratingen. In der Partie gegen die Kobras aus Dinslaken zeigten die Ice Aliens wieder einmal ihr schwaches Gesicht. Bei der 3:4 (1:2, 0:1, 2:1)-Niederlage weigerten sich die "Außerirdischen" über 40 Minuten lang, ihre Pflicht und Schuldigkeit gegenüber den Fans und den sportlich Verantwortlichen zu tun. Von den engagierten Spielern aus dem Match gegen Essen in der Vorwoche war nur im Schlussdrittel etwas zu sehen. Offensichtlich gehen die Ziele der Mannschaft und die des Vereins je nach Lust und Laune weit auseinander.

Der Vorstand kann sich keine Sanktionen erlauben

Voraussetzung für eine gute mannschaftliche Leistung ist zunächst das Training. Auf die Frage, wie viele Spieler unter der Woche trainiert hätten, gestand Janusz Wilczek: "Zwölf!" Diese Zahl bedeutet, dass sieben Spieler ohne Training auf dem Eis waren. Es gab mal Zeiten bei den Aliens, da wurde der Einsatz beim Spiel von den Trainingsleistungen abhängig gemacht. Aber die Spieler und der Vorstand wissen, dass die Spielerdecke zu dünn ist, um irgendwelche Sanktionen durchführen zu können.

Nun gibt es Eishockeyfreunde im Sponsorenbereich, die ernsthaft folgender Ansicht sind: Bei dem wenigen Geld, das die Spieler bekommen, könne man keine guten Leistungen erwarten. Diejenigen, die so denken wurden von dem Gästetrainer Alexander Jacobs eines Besseren belehrt: "Unser Verein steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Meine Spieler haben seit zwei Monaten kein Geld bekommen. Mit diesem Sieg bleibt bei uns die Saison weiterhin spannend. Rein theoretisch ist sogar noch der vierte Tabellenplatz drin."

Besonders traurig sind die Ratinger Fans. Die haben versucht, die Mannschaft mit Sprüchen und Gesängen zu motivieren. Das ist ihnen genau so wenig gelungen wie Trainer Wilczek es auch nicht geschafft hat. Die Fans sind sogar bereit, den Spielern mal einen schlechten Tag zu gönnen. Doch es gibt ein verbreitetes Unverständnis dafür, dass die Mannschaft sich nach dem Abpfiff auch bei einem misslungenen Spiel nicht von ihnen verabschiedet. Insofern haben sich die Spieler nicht nur wegen ihres misslungenen Spiels blamiert.

Statistik: Tore: 1:0 (15.) Neuber, 1:1 (16.) Tsvetkov, 1:2 (19.) Haßelberg, 1:3 (38.) Sohlmann, 2:3 (45.) Schlesiger, 2:4 (50.) Pelger, 3:4 (52.) Oesterreich, Zuschauer: 546; Strafen: Aliens 10, Kobras 18 + 10 Schmitz + 10 Kohl

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