Ohne zusätzliche Strafzeiten kamen die Aliens richtig ins Spiel und gestalteten das Drittel ausgeglichen. Die Mannschaft erkämpfe sich beim Favoriten einen Punkt.

Ratingen. Auch im zweiten Spiel binnen 48 Stunden wartete Eishockey-Oberligist Ice Aliens mit einer positiven Überraschung auf. Beim Tabellenführer und haushohen Favoriten in Dortmund sicherten sich die Ratinger mit dem 6:7 (1:2, 2:2, 3:2, 0:1) nach Verlängerung einen weiteren Punkt. Die Mannschaft von Trainer Jesse Panek zeigte sich kämpferisch und läuferisch diesmal auf Oberliganiveau.

Daran konnte auch nicht die katastrophale Leistung von Schiedsrichter Andreas Kissing etwas ändern. Hatten sich die Aliens noch vor neun Tagen mit 2:7 an gleicher Stelle geschlagen geben müssen, spielten sie diesmal gegen die Profimannschaft auf Augenhöhe.

Nach dem Ratinger Führungstreffer verhängte der Schiedsrichter 49 Strafminuten gegen die Gäste. Diese gewaltige Benachteiligung konnten die "Elche" nur zwei Mal beim 5-3-Überzahlspiel ausnutzen.

Schiedsrichter benachteiligt die Mannschaft von Trainer Panek

Diesen Spielabschnitt kommentierte Aliens-Trainer Panek so: "Ich hatte meine Mannschaft so umgestellt, dass das Spiel fünf gegen fünf funktionieren würde. Leider hatte der Schiedsrichter etwas dagegen und übernahm die Hauptrolle." Im Mittelabschnitt setzte Kissing zunächst seinen Groll gegen die Gäste fort. Eine weitere doppelte Unterzahl konnten die Dortmunder nicht ausnutzen.

Ohne zusätzliche Strafzeiten kamen die Aliens richtig ins Spiel und gestalteten das Drittel ausgeglichen. Danach brachte der Unparteiische die Gastgeber auf die Palme. Beim Stand von 4:4 verhängte er einen fraglichen Penalty zugunsten der Aliens. Kapitän Christian Kohmann verwandelte zur Führung.

Entscheidung fällt in der Verlängerung

Tore: 0:1 (06:39) Scharfenort (Kohmann, Panek); 1:1 (14:34) Neumann (Reese, Kreuzmann, +2); 2:1 (15:52) Natte (Reese, Thau, +2); 2:2 (25:39) Fischbuch (Kohmann, Aminikia); 2:3 (31:05) Kruminsch (Kohmann, Fischbuch); 3:3(31:44) Schweiger (Neumann, Breiter); 4:3 (33:45) Hensel (Reese, Natte); 4:4 (41:11) Höveler (Gries, Tegkajev); 4:5(44:32) Kohmann (Penalty); 5:5(50:17) Thau (Eickmann, Preibisch); 4:5 (52:58) Kohmann, +1; 6:6 (55:38) Hördler (Kreuzmann, Ackers, +1); 7:6(61:10) Hördler (Breiter, Neumann); Strafminuten: Dortmund 10 ; Ratingen 20 + 5+SD Jan-Philip Priebsch + je 10 Sascha Panek, Jannik Woidke; Zuschauer: 356; Schiedsrichter: Kissing - Doden, Van Himbeeck

Als er wenige Augenblicke später ein Tor der Aliens zum 6:5-Vorsprung anerkannte, wobei der Puck den Boden nicht berührt hatte, flippte Dortmunds Trainer Frank Gentges völlig aus. Er schlug mit einem Eishockeyschläger wild an die Bande. Sein Kommentar dazu: "Muss ein Schläger erst die Hallendecke berühren, damit der Schiedsrichter auf hoher Stock erkennt?"

Der erneute Ausgleich und der Treffer in der Verlängerung versöhnten den engagierten Trainer wieder. Er war über die zwei Punkte letztendlich froh, und auch sein Kollege Panek zeigte sich mit der Leistung seiner Spieler zufrieden.

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