Ratingen rettet nach einer schnellen 3:0-Führung den 3:2-Sieg über die Zeit. Nach furiosem Start baute die Mannschaft von Trainer Czeslaw Panek ab, machte so den Gegner stark und sorgte für unnötige Spannung.

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Schoss das Tor zur 3:0-Führung: Christian Kohmann (Zweiter von rechts).

Schoss das Tor zur 3:0-Führung: Christian Kohmann (Zweiter von rechts).

Archiv Stefan Fries

Schoss das Tor zur 3:0-Führung: Christian Kohmann (Zweiter von rechts).

Ratingen. Trotz des 3:2 (3:0, 0:1, 0:1)-Sieges von Eishockey-Oberligist Ice Aliens gegen den Königsborner JEC herrschte bei Fans, Vorstand und der sportlichen Leitung Unzufriedenheit. Allein die drei Punkte und das Erreichen des vierten Tabellenplatzes gehörten zu den positiven Momenten.

Trainer ist nur mit den drei Punkten und dem ersten Drittel zufrieden

Nach furiosem Start baute die Mannschaft von Trainer Czeslaw Panek ab, machte so den Gegner stark und sorgte für unnötige Spannung. Besorgnis erregend ist aber auch der Zuschauerschwund bei den Heimspielen in Ratingen. Paneks Analyse fiel entsprechend aus: "Heute kann man eigentlich nur mit den drei Punkten und dem ersten Drittel zufrieden sein. Wir hatten das Spiel im Griff, doch in manchen Köpfen war der Sieg nach der ersten Pause anscheinend schon sicher."

Zum zweiten Mal gestand Panek wie zuvor nach der Pleite gegen Bad Nauheim, dass seine Mannschaft nur die ersten zwölf Minuten richtig Eishockey gespielt hatte.

Dabei vermisste er im weiteren Verlauf der Begegnung Kampfgeist und Siegeswillen. Das Führungstor durch Maris Kruminsch, das der 3000. Treffer in der Aliensgeschichte war, sowie das 2:0 wenige Minuten später ließ die Fans noch auf einen leichten Sieg hoffen.

Widerstand lässt zu wünschen übrig

Als dann kurz vor Drittelende Kapitän Christian Kohmann in Unterzahl das auf 3:0 erhöhte, wusste noch niemand in der Eishalle das Motto der nächsten 40 Minuten: bangen und zittern.

Kein ernsthafter Widerstand ermöglichte es den Westfalen, Druck auf das Ratinger Tor auszuüben, in dem Torsten Schmitt Schwerstarbeit verrichtete. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff fiel der Anschlusstreffer, und der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Wie schon im Hinspiel nahm der Gäste-Trainer Willi Tesch seinen Schlussmann Philipp Potthoff 96 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 2:3 vom Eis. Damals gelang den Aliens noch ein Treffer. Diesmal blamierten sie sich gewaltig. Dreimal schossen die müden Cracks an dem leeren Kasten vorbei und hatten Glück, dass der 3:3-Ausgleich nicht noch fiel.

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