Ratingen unterliegt Königsborn deutlich mit 0:7 und scheidet in der Play-Off-Runde aus.

Ratingen. Die goldenen Zeiten von Eishockey-Oberligist Ice Aliens scheinen vorbei zu sein. Das letzte Spiel der Saison gegen Königsborn ging mit 0:7 (0:2, 0:2 0:3) verloren.

Vor einigen Jahren verkündete der Hallensprecher nach dem Finale: „Zur Saisonabschlussfeier treffen wir uns gleich in der Stadthalle!“ Hunderte Fans in Trikots der Aliens trafen sich damals und feierten. Diesmal skandierten 40 Anhänger: „Wir wollen die Aliens sehen!“ Die verschwitzten „Außerirdischen“ genossen die Huldigung sichtlich und feierten auf ihre Weise.

Etliche Spieler fehlen beim Saisonfinale

Einer der Hauptgründe, warum die Oberliga-Mannschaft vor fast leeren Rängen spielen muss, liegt an dem Desinteresse des Vorstandes gegenüber den Fans. Keine positive Atmosphäre, keine gemeinsamen Veranstaltungen und keine herzliche Verbindung zu der Mannschaft beherrscht die Eishockeyszene.

Typisches Beispiel für diese Misere ist das Team, das der Verein im letzten Spiel aufgeboten hat. Folgende angestellte Oberligaspieler fehlten aus unterschiedlichen Gründen gegen Königsborn: die Torhüter Marc Dillmann und Dennis Kohl, die Verteidiger Willi Gross und Dustin Schuhmacher sowie die Stürmer Christian Kohmann, Thorsten Gries, Lance Monych, Robby Hein, Jan Werner, Schahab Aminikia und Konstantin Firsanov.

Stattdessen standen neun aktuelle Spieler der Junioren-Mannschaft auf dem Spielberichtsbogen. Sie wurden auch alle eingesetzt. Die Bulldoggen aus Königsborn konnten zwar auch nur noch 15 Spieler aufbieten. Doch allein die beiden Tschechen Michal Bezouska und Jakub Krätzer können eine Partie entscheiden.

Immerhin konnte der amtierende Coach, Jugendtrainer Janusz Wilczek, nach dem Abpfiff etwas Positives sagen: „Wir hatten uns viel vorgenommen und sind viel gelaufen. Wir waren die bessere Mannschaft. Leider waren wir viel zu harmlos vor dem Tor. Königsborn hatte den besseren Torwart.“

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