Tim Menzlaff wechselt vom TV Leichlingen zur SGL – dort spielt bereits sein bester Freund, Tobias Geske.

Handball-Oberliga
Tim Menzlaff (rechts) wird ab der kommenden Saison im SGL-Trikot auflaufen.

Tim Menzlaff (rechts) wird ab der kommenden Saison im SGL-Trikot auflaufen.

Ralph Matzerath

Tim Menzlaff (rechts) wird ab der kommenden Saison im SGL-Trikot auflaufen.

Langenfeld. Wer zehn Spiele hintereinander ohne Niederlage bleibt und durch 19:1 Punkte bis auf den dritten Tabellenplatz klettert, sollte nicht so viele personelle Baustellen haben. Das trifft auf den ersten Blick natürlich auch auf den Handball-Oberligisten SG Langenfeld zu (SGL). Doch selbst der komplett besetzte Kader von Trainer Leszek Hoft hat immer noch eine Stelle mit Steigerungspotenzial.

Diese Lücke hat die SGL jetzt für die kommende Saison geschlossen, denn vom Drittligisten Leichlinger TV kommt Rückraumspieler Tim Menzlaff. Der 28-Jährige, der besser dotierte Angebote anderer Vereine ablehnte, entschied sich aus beruflichen und privaten Gründen für Langenfeld. Der treibende Motor bei den Gesprächen war SGL-Torhüter Tobias Geske, der Menzlaff seit Grundschulzeiten kennt und eng mit ihm befreundet ist.

„Wir hatten schon lange die Idee, irgendwann zusammenzuspielen“, sagt Geske, der schon im vierten Jahr zwischen den Langenfelder Pfosten steht. Sein Urteil über Menzlaff: „Er ist ein top-verlässlicher Freund, sehr aufrichtig und hilfsbereit. Wer ihn nicht mag, sollte sich Gedanken machen.“ Weil der Neue weitere Langenfelder Spieler wie Andreas Nelte, Tobias Hanke und Vinzenz Preissegger ebenfalls sehr gut kennt, sind größere Probleme bei der Eingewöhnung nicht zu erwarten.

Menzlaff wird auch nach Langenfeld ziehen

Menzlaff wird sich aus beruflichen Gründen demnächst nach Wuppertal verändern und deshalb sogar nach Langenfeld umziehen. „Die 3. Liga ist doch ein relativ großes Paket“, sagt der 28-Jährige, „das nimmt durch die zum Teil weiten Fahrten unglaublich viel Zeit in Anspruch. Gleichzeitig wollte ich weiter sehr ambitioniert Handball spielen. Das passt zu Langenfeld, das sich ja für die künftige Regionalliga qualifizieren will.“

Menzlaff bringt dafür viel Erfahrung mit und ist mit 28 Jahren doch erst im besten Handballer-Alter. Seine Wurf-Qualitäten werden die Mannschaft weiterbringen – was die Verantwortlichen jedoch nicht als Misstrauensvotum gegenüber dem jungen Mirko Stolley auslegen. Der 21-Jährige soll vielmehr in der Zusammenarbeit mit dem neuen Kollegen möglichst viel lernen.

Sein Geld wird der Handballer aus Leidenschaft bald als Biologisch-technischer Assistent im Werk eines deutschen Konzerns in Wuppertal verdienen. In Langenfeld sieht er die ideale Basis, um beruflich etwas zu erreichen. Sportlich und menschlich hält Menzlaff ohnehin viel von seinen künftigen Mitspielern: „Ich bin sehr von der Truppe angetan.“

Am Ende gab er den pausenlosen Anwerbe-Versuchen seines Freundes nach. Und Langenfeld bekommt einen Drittliga-Spieler, den es sich auf dem freien Mark nicht hätte leisten können.

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