Der Aufsteiger aus Langenfeld ist vor wenigen Tagen in die Vorbereitung für die kommende Saison gestartet. Es gibt bisher einen Neuling.

Auf Angriff eingestellt: Die Handballer der SG Langenfeld schuften jetzt, um die körperliche Basis für ihre erste Saison in der 3. Liga zu legen.
Auf Angriff eingestellt: Die Handballer der SG Langenfeld schuften jetzt, um die körperliche Basis für ihre erste Saison in der 3. Liga zu legen.

Auf Angriff eingestellt: Die Handballer der SG Langenfeld schuften jetzt, um die körperliche Basis für ihre erste Saison in der 3. Liga zu legen.

Ralph Matzerath

Auf Angriff eingestellt: Die Handballer der SG Langenfeld schuften jetzt, um die körperliche Basis für ihre erste Saison in der 3. Liga zu legen.

Langenfeld. Der Countdown läuft – und die Erfolge aus dem vergangenen Jahr sind vor allem noch eine schöne Erinnerung. Sehr viel können sich die Handballer der SG Langenfeld (SGL) dafür in den nächsten Monaten nicht mehr kaufen. Auf der anderen Seite werden sie nach dem Aufstieg in die Dritten Liga ganz viel von ihrer Euphorie aus der besten Saison ihrer Vereinsgeschichte in die nächste Serie transportieren müssen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Mannschaft von Trainer Dennis Werkmeister, die sich die Meisterschaft in der Oberliga und den damit verbundenen Aufstieg sowie den Triumph im Deutschen Amateurpokal sicherte, geht in weiten Teilen personell unverändert an den Start. Seit dem vergangenen Montag läuft die Vorbereitung auf die nächste Saison, die am 3. September mit der Aufgabe beim Leichlinger TV beginnt.

Sven Kniesche und Tobias Hanke sind aus dem Kader ausgeschieden

Aus dem Kader ausgeschieden sind Rückraumspieler Sven Kniesche, der seine Schwerpunkte anders und nicht mehr auf Handball setzen wollte, und Tobias Hanke. Der extrem teamorientierte Torhüter, der als Polizist regelmäßig Schichtdienst leisten muss, kann nicht jedes Training mitmachen. Inzwischen steht jedoch fest, dass er der SGL erhalten bleibt und für die zweite Mannschaft in der Verbandsliga zwischen den Pfosten steht.

Auf der Torhüter-Position gibt es den einzigen externen Zugang: Vom bisherigen Oberliga-Konkurrenten Bergischer HC II ist Tobias Joest (21) zur SGL gewechselt. „Natürlich hat Tobias Geske aus der vergangenen Saison einige Vorschusslorbeeren, aber Tobias Joest kommt nicht als Bankdrücker“, erklärt Werkmeister. Dritter Mann im Bunde bei den Keepern ist Alexander Riebau, dem sein Coach eine gute Entwicklung bescheinigt. Dass es weitere Verstärkungen von außerhalb gibt, gilt derzeit eher als unwahrscheinlich.

„Ich habe den Eindruck, dass wir die ersten Einheiten mit viel Euphorie begonnen haben. Da steckt ganz viel Herzblut drin.“

Dennis Werkmeister, SGL-Trainer

„Wir halten Ausschau, aber nicht um jeden Preis“, erklärt Werkmeister, der ja in Personal-Union zugleich Sportlicher Leiter der Handballer ist und die Dinge gemeinsam mit Thorsten Scholl regelt – dessen Tätigkeitsbereich weit größer ist, als es die offizielle Bezeichnung Co-Trainer vermuten lässt.

Kapitän Matthias Herff geht fest davon aus, dass die Mannschaft alles geben wird, damit sie die Dritte Liga vernünftig bewältigt. „Ich habe den Eindruck, dass wir die ersten Einheiten mit viel Euphorie begonnen haben. Da steckt ganz viel Herzblut drin“, sagt der 27-Jährige. Er weiß, dass sich Langenfeld im Vergleich zur vergangenen Saison in manchen Bereichen noch steigern sollte – unter anderem in der körperlichen Präsenz. „Wir müssen physisch zulegen“, erklärt Trainer Werkmeistter. Deshalb liegt der Schwerpunkt im ersten Abschnitt auf Athletik und Kraft. Ein anderer Punkt: Die SGL will sich taktisch weiterbilden.

Von Angst kann beim Aufsteiger keine Rede sein

Die SGL wird in der Dritten Liga einer der größeren Außenseiter sein – eben wie ein kleines gallisches Dorf, das sich mit seinen eigenen Mitteln gegen mächtige Gegner zur Wehr setzt. Von Angst kann dabei aber keine Rede sein. „Wir dürfen uns auch überhaupt nicht verrückt machen“, findet Herff, „wir gehen da mit großer Freude ran.“ Insgesamt spürt er, dass sich in Handball-Langenfeld etwas bewegt. Co-Trainer Scholl findet dafür eine griffige Formulierung: „Wir haben echt Bock darauf, zu sehen, wo die Grenze ist. Diese Mannschaft hat es bis jetzt immer wieder geschafft, Grenzen aufzuheben.“ Sollte das wieder gelingen, hätte das Team am Ende der Saison 2016/2017 möglicherweise sogar den Klassenerhalt geschafft. Der Countdown läuft.

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