In der Handball-Nordrheinliga musste der Spitzenreiter im Heimspiel einmal mehr eine turbulente Schlussphase überstehen.

In der Handball-Nordrheinliga musste der Spitzenreiter im Heimspiel einmal mehr eine turbulente Schlussphase überstehen.
Der Langenfelder Kreisläufer Mats Heyde (mit Ball) war mit sechs Treffern am Sieg der SGL beteiligt.

Der Langenfelder Kreisläufer Mats Heyde (mit Ball) war mit sechs Treffern am Sieg der SGL beteiligt.

Ralph Matzerath

Der Langenfelder Kreisläufer Mats Heyde (mit Ball) war mit sechs Treffern am Sieg der SGL beteiligt.

Langenfeld. Am Liedgut zum Spielende müssen sie definitiv noch feilen. „Oh, wie ist das schön?“ Das hatte jedenfalls wenig mit dem Auftritt des Handball-Regionalligisten SG Langenfeld (SGL) zu tun, der sich in der Partie gegen TuSEM Essen II über die Runden mühte. Am Ende der auf einem überschaubaren Niveau stehenden Partie stand aber ein für den weiteren Kampf um den Aufstieg wichtiger 27:24 (13:10)-Erfolg.

Die Rückkehr in die Dritte Liga hat das Team weiter selbst in der Hand

„So was hat man lange nicht gesehen?“ Doch. Die Mannschaft von Trainer Jurek Tomasik bewies zum wiederholten Male, dass sie selbst plötzliche personelle Ausfälle wegzustecken vermag. Auch deshalb liegt die SG Langenfeld vier Partien vor Saisonschluss mit 40:8 Punkten klar vor der SG Ratingen und dem TSV Bonn (beide 37:13). Langenfeld, das auf der Zielgeraden noch gegen beide Konkurrenten antritt, hat die direkte Rückkehr in die Dritte Liga weiter selbst in der Hand.

Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in den ersten beiden Minuten (3./2:1) verordneten sich beide Seiten eine Art Schonprogramm – und Tore wurden Mangelware. Das hatte bei der SGL viel mit der starken Leistung von Keeper Alexander Riebau zu tun, der einige gute Essener Szenen entschärfte. Auf der anderen Seite nahm sich Langenfeld selbst zu viele ungenaue Würfe. Und die TuSEM-Zweite hatte zudem mit dem einen oder anderen Holztreffer Pech. Aus dem 4:3 (12.) konnte der Tabellenführer immerhin das 5:3 (12.) machen, ehe er bis zur Pause fast durchgängig mit drei Toren Differenz führte – 7:4 (14.), 10:7 (23.), 13:10 (30.).

Sieben-Tore-Polster sorgte nicht für eine problemlose Schlussphase

Der gute Auftakt zur zweiten Hälfte sorgte für etwas Entspannung, denn Henrik Heider und Nils Raschke erhöhten auf 15:10 (33.). Es folgte die 16:10-Führung durch Mats Heyde (35.), dessen Treffer eine Belohnung für pure Entschlossenheit war – denn die SGL war hier wegen einer Heider-Zeitstrafe in Unterzahl. Ähnliches gelang später André Boelken, bei dessen 21:14 (44.) die Langenfelder eine Zwei-Minuten-Strafe gegen André Eich überstehen mussten. Typisch: Das Sieben-Tore-Polster war keineswegs der Einstieg in eine problemlose Schlussphase – im Gegenteil.

Essen durfte durch vier Treffer in Folge auf 18:21 (50.) verkürzen, weil die Hausherren vorne ihre Chancen nicht nutzten. Hinten war Keeper Riebau dafür verantwortlich, dass es nicht noch schlimmer kam. Bis zum 24:22 (57.) blieb es eng, ehe Felix Korbmacher und Vinzenz Preissegger innerhalb einer halben Minute auf 26:22 erhöhten (59.) und damit die restlichen Zweifel am Sieg beseitigten.

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