Der Oberligist tritt heute bei Schlusslicht Unitas Haan an.

Langenfeld/Mettmann. Es ist die Zeit, in der Träume in Erfüllung gehen. Und die Oberliga-Handballer der SG Langenfeld können davon nicht genug bekommen. Seit Anfang der Woche ist der Aufstieg in die Dritte Liga amtlich, denn das Team von Trainer Dennis Werkmeister wird auf jeden Fall um eine Etage nach oben klettern – weil kein anderer der in Frage kommenden Vereine eine Meldung abgegeben hat. Niemals zuvor war ein Langenfelder Handball-Team höher angesiedelt. Der kleine Haken: Das Werk ist trotzdem unvollendet, denn die SGL steht bisher nicht als Meister fest. Holt sie heute (17.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) zum Saison-Abschluss gegen den Tabellenletzten Unitas Haan wenigstens ein Unentschieden, ist aber alles klar. Der Spitzenreiter (35:11 Punkte) kommt dann definitiv vor den Bergischen Panthern ins Ziel (33:13).

Matthias Herff kann wegen einer Schulterverletzung nicht aktiv ins Geschehen eingreifen. Trotzdem ist der Kapitän natürlich als Unterstützer und Motivator mit an Bord – und er lässt keinen Zweifel am Ziel: „Das Feuer brennt immer noch. Wir wollen mit aller Gewalt Meister werden und das Spiel gewinnen.“ Nach der Partie gibt es dann eine Party in mehreren Schritten – mit dem Auftakt direkt nach dem Abpfiff vor der Tribüne mit den eigenen Fans und kurz darauf auf dem kleinen Platz vor der Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium. „Da müssen wir um 23 Uhr Schluss machen“, sagt Abteilungsleiter Klaus Majeres, „länger dürfen wir nicht.“ Selbstredend hat die Mannschaft nicht vor, sich rund um den größten Erfolg in der Geschichte der Handballer mit diesem schmalen Zeitfenster zu begnügen. „Die Emotionen müssen raus“, findet Herff, der Mitglied im „Fest-Ausschuss“ ist. In der Übersetzung heißt dass: Die eine oder andere Örtlichkeit wird sich darauf einrichten müssen, ausgelassen feiernde Handballer zu beherbergen.

ME-Sport hält die Spannung trotz Tabellenführung weiterhin hoch

Sollte Spitzenreiter ME-Sport heute (18.30 Uhr, Herrenhaus) ausgerechnet gegen den Verbandsliga-Zehnten SG Langenfeld II ins Straucheln kommen? Die Mannschaft von Jürgen Tiedermann will alles tun, um ein derartiges Déjà-vu-Erlebnis zu vermeiden. Allerdings ähnelt die Situation stark jener vor dem Hinspiel. Auch damals ging der aktuelle Tabellenführer, trotz einiger Ausfälle als großer Favorit in die Begegnung – und musste gegen den damaligen Abstiegskandidaten eine empfindliche 28:29-Niederlage einstecken.

Obwohl die Handballer von ME-Sport den vierten Tabellenplatz, der in dieser Saison zum Oberliga-Aufstieg berechtigt, bereits sicher haben, halten sie Spannung weiter aufrecht. Denn das Team will die Tabellenführung verteidigen. „Unsere Fans lassen uns nicht im Stich und sorgen für ein stimmungsvolles Herrenhaus. Da will die Mannschaft mit der entsprechenden Leistung ihren Beitrag leisten“, verspricht Bibo Flieter, dass sich die Mettmanner Handballtruppe auch weiterhin richtig reinhängen wird – auch gegen die Langenfelder Reserve.

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