Die junge Mannschaft ist als gestürzter Tabellenführer der Handball-Landesliga jetzt der große Jäger.

Die junge Mannschaft ist als gestürzter Tabellenführer der Handball-Landesliga jetzt der große Jäger.
Noch immer ist Geschäftsführer Bastian Schlierkamp in der Reserve der SG Ratingen aktiv. Archiv

Noch immer ist Geschäftsführer Bastian Schlierkamp in der Reserve der SG Ratingen aktiv. Archiv

abz

Noch immer ist Geschäftsführer Bastian Schlierkamp in der Reserve der SG Ratingen aktiv. Archiv

Ratingen. So schnell können alle Titelträume platzen. Am achten Spieltag übernahm die SG Ratingen II beim Heimsieg über SW Essen (33:32) die Spitze der Handball-Landesliga und verteidigte sie als Aufsteiger bis zum letzten Wochenende. Alle neun Heimspiele haben die Rot-Weißen gewonnen, aber in fremden Hallen, da hat die Mannschaft von Trainer Leszek Hoft so ihre Probleme. Und gerade bei Abstiegskandidaten. Bei Gegnern, die nichts zu verschenken haben, die überaus körperbetont auftrumpfen und unter Umständen bereit sind, 110 Prozent im kämpferischen Bereich zu geben.

Die Velbert-Pleite bringt dem Team wertvolle Erkenntnisse

Nahm man bei der SG die Niederlage in Uerdingen noch als Betriebsunfall hin, so stimmt die Schlappe bei der HSG Velbert/Heiligenhaus doch bedenklich. So wird das jedenfalls nichts als Aufsteiger mit dem erhofften Durchmarsch in die Verbandsliga, der Erzrivale VfR Saarn ist der neue Spitzenreiter. Aber wertvolle Erkenntnisse sind nach der Velbert-Pleite längst gesammelt und Sprecher Marc Steppke sprach sie auch aus: „Drei Monate lang waren wir die Gejagten. Man kennt es doch, den Spitzenreiter will jeder schlagen. Und gerade jetzt in Velbert, da bekamen wir das so richtig zu spüren. Egal, wir haken diese Niederlage locker ab und ab sofort sind wir die großen Jäger. Das ist einfacher.“ Velberts neuer Trainer Oliver Franke, in Hösel beheimatet und der große Macher des Vereins (er ist dort viel mehr als nur der Trainer), kennt alle Mannschaften weit und breit. Und jeden Spieler dazu. Der 44-Jährige, der auf den Außenpositionen bei seiner unglaublichen Fitness durchaus immer noch aktiv mitspielen könnte, hatte das genau richtige Patent parat, den Ratingern ein Bein zu stellen und zugleich sich selbst unten Luft zu verschaffen.

Neun Spiele stehen noch aus und die kommenden Aufgaben der Saarner sind nicht leicht. So geht es nach Karneval nach Uerdingen (4. März) und zwei Wochen später zu ART II (19. März). Das wird nicht einfach für den neuen Tabellenführer. Vielleicht fällt die Entscheidung erst am vorletzten Spieltag (7. Mai). Dann treffen die beiden besten Teams in Saarn aufeinander. Marc Steppke und seine Kumpels sind fest überzeugt, aus den beiden Niederlagen zuletzt viel gelernt zu haben. Noch nie hat ein derart junges Handballteam aus Ratingen die Verbandsliga angegriffen. wm

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer