Der Regionalligist spielt beim Eishockey im Halbfinale gegen Herford und baut selbstbewusst auf den Heimvorteil.

Der Regionalligist spielt beim Eishockey im Halbfinale gegen Herford und baut selbstbewusst auf den Heimvorteil.
Für Ratingens Torhüter Christoph Oster ist es eine einfache Rechnung: „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen.“ Archiv

Für Ratingens Torhüter Christoph Oster ist es eine einfache Rechnung: „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen.“ Archiv

Markus Szczepanski

Für Ratingens Torhüter Christoph Oster ist es eine einfache Rechnung: „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen.“ Archiv

Ratingen. Eigentlich ist die Rechnung für Christoph Oster ganz einfach. „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen. In Herford wird es schwer, aber letztendlich sind wir nicht darauf angewiesen, dort zu gewinnen“, sagt der Torhüter der Ratinger Ice Aliens. Der Eishockey-Regionalligist startet morgen (18 Uhr) in das Playoff-Halbfinale gegen die Ice Dragons. In der Best-of-Five-Serie haben die Ratinger wieder den Heimvorteil auf ihrer Seite. Ein entscheidendes fünftes Spiel würde in der Eishalle am Sandbach stattfinden. „Das ist ein Vorteil“, betont Oster, „wir sind in der Favoritenrolle und nehmen diese auch an.“

Drei Siege trennen die Ice Aliens vom erneuten Finaleinzug

Für den Goalie werden die Spiele gegen Herford zudem ein Duell mit seinem alten Verein. Eine Saison lang stand Oster zwischen den Pfosten der Gäste – in der Oberliga. Der Verein schenkte dem heute 25-Jährigen das Vertrauen und machte ihn vor fünf Jahren erstmals zur Nummer eins bei einer Senioren-Mannschaft: „Es wird immer eine Verbindung nach Herford geben. Die kommenden Spiele sind auch besonders, aber weil es Playoff-Spiele sind. Jeder guckt auf sich selbst.“

Drei Siege trennen die Ice Aliens vom erneuten Finaleinzug. Pünktlich in der entscheidenden Phase zeigt die Leistungskurve nach einer durchaus wackeligen Saison wieder nach oben und im Viertelfinale wurde die EG Diez-Limburg mit zwei souveränen Siegen aus dem Weg geräumt. „Wir sind in einer guten Form. Alles steht und fällt jedoch damit, wer bei uns ausfällt“, meint Oster. Und auch kurz vor dem Finale bleibt das Verletzungspech dem amtierenden Meister treu. Dominik Scharfenort, Maurice Musga und Sebastian Schröder fallen für das Auftaktspiel gegen Herford aus. Hinter dem Einsatz von Marvin Moch steht ein Fragezeichen. Der neueste Patient mit einer Krankenakte ist Tim Brazda. Der Stürmer wird den Rest der Saison vermutlich nur von der Tribüne aus verfolgen können. Im vergangenen Spiel erlitt Brazda eine Knieverletzung und eine Untersuchung brachte Gewissheit. „Es sieht nicht gut aus. Dadurch verlieren wir einen wichtigen Spieler und müssen die Reihen wieder umbauen“, erklärt Trainer Alexander Jacobs. Die genaue Diagnose wollte er nicht nennen – für den Fall, dass Brazda doch auf das Eis zurückkehren kann.

Dieses durchaus übliche Play-off-Geplänkel verdeutlicht, dass die heiße Phase der Saison in vollem Gange ist. „Es wird ein spannendes Halbfinale mit anstrengenden Spielen, die durch Details entschieden werden. Wir müssen hochkonzentriert in jedes einzelne Spiel gehen“, sagt Jacobs, „Herford ist zu Hause sehr stark. Es wird keine einfache Aufgabe für uns.“ Warnung genug sollte allein der souveräne wie überraschende Viertelfinal-Sieg der Gäste gegen Neuwied gewesen sein.

Kurz vor dem Finale hat sich die Denkweise bei den Ice Aliens verändert. Das Gerede von Zwischenzielen ist vorbei, die üblichen Phrasen wie „von Spiel zu Spiel sehen“ verwendet ebenfalls keiner mehr. Oster: „Das Ziel ist ganz klar die Titelverteidigung. Und dafür müssen wir Herford schlagen.“ Ob mit oder ohne den Bonus des Heimvorteils, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer