Der Regionalligist besiegte Neuss (9:2) und Neuwied (7:3).

Ratingen. Am Ende waren sie sogar zu platt für die Ehrenrunde. Völlig kaputt schleppten sich die Spieler der Ratinger Ice Aliens nach der Schlusssirene des Spiels gegen Neuwied vom Eis – unter dem lauten Applaus der rund 300 Fans am Sandbach. Und den hatten sich die Spieler des Eishockey-Regionalligisten mehr als verdient. Denn obwohl Ratingen am Wochenende nur mit einer Rumpftruppe auflief, gab es zwei deutliche Siege: 7:3 gegen Neuwied und ein 9:2 in Neuss. „Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Lob aussprechen“, sagte Trainer Achim Johnigk. „Wir haben viel gesprochen und aufgearbeitet. Weniger ist manchmal mehr – unsere zwei Reihen haben großen Willen gezeigt.“

14 Spieler standen im Spiel gegen Neuwied zwar auf Ratinger Seite auf dem Spielberichtsbogen. Doch ein Nachwuchsspieler verletzte sich noch beim Aufwärmen. Tatsächlich auf dem Eis standen am Ende so nur zwei Reihen. Doch die verkauften sich prächtig gegen die mit drei kompletten Blöcken angetretenen Gäste. Neuwied hatte das Spiel zwar weitgehend im Griff, doch Ratingen setzte die richtigen Akzente. Kurz nach dem Rückstand in Unterzahl nutzte das Team von Trainer Achim Johnigk eine doppelte Überzahl aus: Tobias Brazda jagte den Puck aus spitzem Winkel sehenswert unter die Latte.

In der 32. Minute brachte Tobias Etzel die Gäste zwar erneut in Führung. Doch in der Folge hatten die Aliens auch mal das nötige Schussglück: Pascal Behlau zog einfach ab, der Puck schlug flach zum Ausgleich ein (35.). Im Schlussabschnitt schob Dennis Fischbuch den Puck nach nur 25 Sekunden durch die Beine des Torhüters. Thomas Dreischer erhöhte, indem er einen Abpraller mit der Rückhand im Tor unterbrachte. Den fünften Treffer erzielte Alexander Schneider. Trotz des Neuwieder Anschlusstreffers kämpfte sich die Ratinger Rumpftruppe letztlich mit vorbildlichem Einsatz zum Sieg – Tobias Brazda und Dennis Fischbuch steuerten noch je ein Tor bei.

Nach dem ersten Drittel gegen Neuss stand es noch 0:0

Schon am Freitag in Neuss hatte sich der Regionalligist viel Frust von der Seele geschossen. Die Gastgeber waren jedenfalls beim Ratinger 9:2-Erfolg chancenlos. Dabei stand es nach dem ersten Drittel noch 0:0. In der Pause baute Trainer Johnigk die Reihen um. 50 Sekunden dauerte es bis zum ersten Treffer durch Milan Vanek, und trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs ging es mit 4:1 in die Kabine.

Im Schlussabschnitt schossen die Ratinger fünf weitere Tore. Tim Brazda erzielte einen Hattrick, kassierte nach einer sehendwerten Klopperei aber auch eine Disziplinarstrafe und war somit für die Partie gegen Neuwied gesperrt. Die weiteren Tore erzielten Milan Vanek (2), Pascal Behlau (2), Thomas Dreischer und Tobias Brazda. asch

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