Ohne bis zu zehn Stammspieler verliert der Viertligist 2:4 gegen Neuss und 2:5 gegen Dortmund.

Ohne bis zu zehn Stammspieler verliert der Viertligist 2:4 gegen Neuss und 2:5 gegen Dortmund.
Kevin Wilson (r.), hier gegen Dortmunds Kai Domula, erzielte nach gut einer Minute das 1:0 für die Aliens gegen Dortmund . Es sollte aber eines der wenigen Erfolgserlebnisse der Gastgeber in diesem Spiel bleiben.

Kevin Wilson (r.), hier gegen Dortmunds Kai Domula, erzielte nach gut einer Minute das 1:0 für die Aliens gegen Dortmund . Es sollte aber eines der wenigen Erfolgserlebnisse der Gastgeber in diesem Spiel bleiben.

Achim Blazy

Kevin Wilson (r.), hier gegen Dortmunds Kai Domula, erzielte nach gut einer Minute das 1:0 für die Aliens gegen Dortmund . Es sollte aber eines der wenigen Erfolgserlebnisse der Gastgeber in diesem Spiel bleiben.

Ratingen. Man stelle sich vor: Eine Eishockey-Mannschaft erzielt ein Tor – doch gewertet wird es für den Gegner. Genau so ging es den Ratinger Ice Aliens am Sonntagabend gegen die Eisadler Dortmund. Dennis Fischbuch hatte, so dachte er, von der blauen Line zum 3:2 getroffen. Doch auf der Anzeigetafel erschien nach kurzer Schiedsrichter-Diskussion das Tor auf Dortmunder Seite.

Schiri gab nach Rücksprache mit dem Assistenten Tor

Die Gäste hatten nämlich zehn Sekunden zuvor vergeblich gejubelt – da ließ Schiedsrichter Martin Prudlo jedoch weiterspielen. Nach dem Fischbuch-Tor war der Unparteiische indes wohl von seinen Assistenten drauf aufmerksam gemacht worden, dass die Scheibe im Ratinger Tor gewesen ist. Eine bittere Situation für die Aliens.

Ob sie regelkonform war, ist auch nicht sicher. So ging Dortmund in Führung – und gewann auch das Spiel 5:2. Für die Ratinger, die erneut auf acht Spieler verzichten mussten, war es nach dem 2:4 in Neuss die zweite Niederlage des Wochenendes. Gerade eine Minute war gespielt, als Kevin Wilson die Aliens in Führung brachte. Die Freude währte jedoch nur kurz. Knapp drei Minuten später glich Dortmund aus, nach gut zehn Minuten lagen die Aliens sogar zurück. Und das war sehr unnötig. Vor dem 1:2 trudelte die Scheibe am Dortmunder Tor vorbei, danach scheiterte Maurice Becker alleine vor Schlussmann Marius Dräger.

Und selbst nach dem 1:2 hätte Pascal Behlau in Überzahl den Ausgleich erzielen müssen. Das tat dann Milan Vanek nach nur 26 Sekunden im Mitteldrittel. Es war jedoch die einzige Chance der Aliens. Ansonsten stand die Abwehr der Hausherren schwammig – ein weiteres Gegentor blieb trotz bester Gelegenheiten für die Eisadler aus. Gelegenheiten, die auch durch eine Masse an Strafzeiten, die die Aliens im Mittelabschnitt aufgedrückt bekamen, begünstigt wurden. Im letzten Drittel versuchten die Ratinger nach dem kuriosen Gegentreffer zum 2:3 alles, um sich gegen die zweite Niederlage des Wochenendes zu stemmen.

Eine Aufgabe, die nach dem 2:4 noch härter wurde. In der Schlussphase spielten die Aliens stolze vier Minuten (!) in doppelter Überzahl. Sie schafften es nicht einmal, sich eine klare Chance zu erspielen. Im Gegenteil: Dortmund gelang gar noch das 2:5 durch einen Treffer ins leere Tor. Und da, so ehrlich muss man sein, gesellt sich dann zum Verletzungspech noch eine Menge Unvermögen.

„Wir hätten mehr verdient gehabt“, sagte Trainer Alexander Jacobs. „Wenn es nicht läuft, läuft auch alles gegen dich.“ Am Freitag in Neuss war Ratingen noch dezimierter. Zehn Spieler fehlten Trainer Jacobs. Dennoch – verlieren müssen hätten die Aliens auch diese Partie beim 2:4 (1:1, 0:1, 1:2) nicht.

„Wir haben viel zu viele Chancen vergeben“, sagte Jacobs. Dabei gingen die Ratinger durch Pascal Behlau gar in Führung. Danach gab es Chancen auf beiden Seiten, bis die Gastgeber eine Ratinger Strafzeit wegen Spielverzögerung zum Ausgleich durch Niklas Solder nutzten.

Nach der Pause kippte dann die Partie: Die Aliens konnten zwei riesengroße Möglichkeiten, während Thimo Dietrich per Konter den Neussern das 2:1 brachte.

Und auch im letzten Drittel hatte der Gastgeber die Nase vorn: Nach einem eklatanten Abwehrfehler erzielte Mike Köhler das 3:1, auf die Antwort durch Dennis Fischbuch, der sieben Minuten vor Schluss noch das 2:3 erzielte, konterten die Gastgeber noch einmal mit dem 4:2.

Allerdings ging nach Ansicht der Ice Aliens dem Treffer ein zu harter Check an Fischbuch zuvor.

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