Die Handballerinnen gewinnen weiter und verteidigen ihren Vier-Punkte-Vorsprung an der Oberliga-Spitze. Allerdings verletzte sich in der Partie gegen den TV Lobberich Lena Heider.

Daria Blume (von links), Kirsten Buiting und Julia Steinhausen arbeiten in der Deckung, dahinter wacht Torhüterin Samatha Sklorz.
Daria Blume (von links), Kirsten Buiting und Julia Steinhausen arbeiten in der Deckung, dahinter wacht Torhüterin Samatha Sklorz.

Daria Blume (von links), Kirsten Buiting und Julia Steinhausen arbeiten in der Deckung, dahinter wacht Torhüterin Samatha Sklorz.

Dietrich Janicki

Daria Blume (von links), Kirsten Buiting und Julia Steinhausen arbeiten in der Deckung, dahinter wacht Torhüterin Samatha Sklorz.

Wülfrath. Die Erfolgsnachrichten aus dem TBW-Lager reißen nicht ab. Denn jetzt nahmen die Wülfratherinnen auch die unangenehme Hürde TV Lobberich und gewannen mit 34:21. Allerdings bleibt das Team von Lars Faßbender auch von weiteren Hiobsbotschaften nicht verschont. Bereits nach acht Minuten fiel Lena Heider nach einem harten Zweikampf auf den Ellbogen. Danach war für die Rückraum-Akteurin die Partie vorbei, statt dessen musste sie zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Ob etwas gebrochen ist, ist noch nicht zu erkennen

„Es ist etwas eingerenkt worden. Ob auch etwas gebrochen ist, war auf dem Röntgenbild nicht zu erkennen, da die Schwellung noch zu groß war“, berichtete der Trainer. Drei Tage lang muss Heider nun erst einmal eine Schiene tragen. Gleichwohl rechnet Faßbender mit einem längeren Ausfall. „Das ist echt bitter“, stellte er fest. Denn nach Paula Stausberg ist damit die zweite Torjägerin des Oberliga-Spitzenreiters wohl außer Gefecht gesetzt. „Die beiden zusammen haben sicher rund 200 Tore für uns erzielt“, nennt der Coach eine Marke, die den Verlust deutlich macht. 452 Treffer zählt die Wülfrather Mannschaft nach bislang 14 Meisterschaftsspielen. Entsprechend frustriert wirkte Faßbender. „Ich weiß nicht, wie wir das kompensieren können. Die beiden sind eigentlich nicht zu ersetzen.“

Im Duell gegen Lobberich sprang Kirsten Buiting in die Bresche und übernahm Heiders Rückraum-Part. „Sie hat das ordentlich gemacht“, fand Faßbender lobende Worte für die 25-Jährige. Auch der Rest der Mannschaft agierte sehr effektiv. Über 4:0 (7.), 8:2 (12.) und 16:6 (25.) zogen die Wülfratherinnen daher bis zur Pause auf 19:9 davon. Eine Vorentscheidung, denn der Tabellenelfe Lobberich vermochte auch in der zweiten Halbzeit nicht wirklich dagegen zu halten. Auch wenn die ersten fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff ausgeglichen verliefen. Durch einen Zwischenspurt verkürzte die Lobbericher Mannschaft sogar auf 14:21 (40.), eine Wende vermochte sie aber nicht einzuleiten. Statt dessen sorgten die Gastgeberinnen in der Folge schnell wieder für klare Verhältnisse und setzten sich innerhalb von acht Minuten von neuem deutlich auf 30:16 ab. „Das war eine klare Angelegenheit“, konstatierte der sonst sehr kritische Faßbender. In der Schlussphase konnten es die Wülfratherinnen wieder etwas gemächlicher angehen lassen. Weil auch die Verfolger Siege einfuhren, bleibt es vorerst beim Vier-Punkte-Vorsprung des Spitzenreiters.

Nächsten Sonntag geht es zur Turnerschaft St. Tönis, die aktuell Rang sechs einnimmt. Das Hinspiel gewannen die TBW-Handballerinnen mit 31:24 – da sah die personelle Lage allerdings noch ganz anders aus. Das weiß auch Lars Faßbender. Das Polster des Tabellenführers könnte daher bald schrumpfen, falls die Verantwortlichen keine Lösung für das Personalproblem finden.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer