Salah El Halimi (rechts) konnte sich oft darüber freuen, was ihm Robin Hömig, Ivan Pusic und Pascal Schmitz mit den Sportfreunden anboten.  Archiv
Salah El Halimi (rechts) konnte sich oft darüber freuen, was ihm Robin Hömig, Ivan Pusic und Pascal Schmitz mit den Sportfreunden anboten. Archiv

Salah El Halimi (rechts) konnte sich oft darüber freuen, was ihm Robin Hömig, Ivan Pusic und Pascal Schmitz mit den Sportfreunden anboten. Archiv

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Salah El Halimi (rechts) konnte sich oft darüber freuen, was ihm Robin Hömig, Ivan Pusic und Pascal Schmitz mit den Sportfreunden anboten. Archiv

Monheim. Es war einmal eine Mannschaft, die hatte ausreichend qualifiziertes Personal und stieg am Ende doch ab. Was bereits vor einer Ewigkeit passiert zu sein scheint, liegt aber erst zwei Jahre zurück. Damals ging es beim Fußball-Oberligisten Sportfreunde Baumberg bisweilen drunter und drüber. In der Winterpause trennte sich der in großer Abstiegsgefahr steckende Verein von seinem damaligen Trainer Marc Schweiger. Den Chefposten übernahm Salah El Halimi, der sich an der Sandstraße als ehemaliger Spieler und Co-Trainer bestens auskennt. Den folgenden Abstieg konnte der heute 40-Jährige trotzdem nicht mehr verhindern. Dafür gab es anschließend unter seiner Verantwortung einen starken personellen Umbau – und die Meisterschaft in der Landesliga sowie die direkte Rückkehr in die Oberliga. Dort fand nun in den vergangenen Monaten weiter das neue Baumberg statt. Das Team hat auch jetzt wieder zahlreiche starke Einzelkönner im Aufgebot. Entscheidend ist ein anderer Punkt: In Baumberg hat sich ein Klimawandel vollzogen. Sonst wären die 25 Punkte und Platz zehn vor der Winterpause nicht möglich gewesen.

Acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze

„Wir haben ein gutes halbes Jahr hinter uns“, sagt El Halimi, „wir haben acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und wir haben eine sehr gute Platzierung. Wir sind sehr zufrieden.“ In der Bilanz kommt ebenfalls vor, dass die Baumberger eventuell noch etwas weiter oben angesiedelt sein könnten. „Wir haben uns in einigen Spielen sehr gut geschlagen“, findet der SFB-Coach, „nach einigen anderen waren wir sehr enttäuscht.“ Auf der Positiv-Liste sind das 0:0 beim Tabellenführer KFC Uerdingen, das 3:1 gegen den Dritten SSVg. Velbert und das 3:1 beim Vierten 1. FC Bocholt zu finden. Auf der Negativliste tauchen die 1:4-Heimpleite gegen Ratingen 04/19, das 3:3 gegen den Tabellenletzten SV Hönnepel-Niedermörmter oder das 2:2 beim Vorletzten FC Kray auf. Baumberg hatte hier immer ausreichend Chancen und kassierte manche Gegentreffer auf der anderen Seite sehr unglücklich.

Glück fehlte den Sportfreunden vor allem im Bereich Personal, denn hier war das Aufgebot praktisch von Anfang an eine Großbaustelle – besonders hinten. Da bestand die Viererkette vor Keeper Daniel Schwabke zuletzt beim 1:3 gegen Jahn Hiesfeld aus Christian Krone, Vato Murjikneli, Patrick Jöcks und Fatih Duran, die so noch nie zusammengespielt hatten.

Nach der intensiven Hinrunde sind bei allen die Akkus leer

Aus dem Paket der fehlenden Kräfte hätte Baumberg locker ganz anders aufstellen können – mit den derzeit verletzten Marius Schultens, Ludwig Kofo Asenso, Daniel Rey Alonso oder Kosi Saka. Vorne fehlten in den vergangenen Wochen unter anderem Louis Klotz, Ali Daour und Marco Quotschalla. während sich Torjäger Miguel Lopez Torres mit Knieproblemen immerhin in den Dienst der Mannschaft stellen und sich in die Winterpause schlappen konnte. „Das war eine sehr intensive Hinrunde. Bei jedem sind alle Akkus leer“, betont El Halimi, „ich bin sehr froh, dass wir jetzt eine Weile abschalten können.“

Die erste Einheit nach der Winterpause ist für den 16. Januar vorgesehen. Bis dahin dürfte es in begrenztem Umfang Veränderung im Kader geben, dem der Coach dennoch hervorragende Arbeit bescheinigt. „Wo wir stehen, ist das Verdienst jedes Einzelnen. Wenn einer verletzt war, ist ein anderer eingesprungen. Die Mannschaft hat sich eindeutig entwickelt“, sagt El Halimi. Dass er einer der Architekten für den Klimawandel ist, steht fest – ist für ihn selbst aber nicht besonders wichtig. Es gibt eine mittlerweile ältere Aussage von El Halimi: „Wir wollen wieder Spaß machen.“ Dazu bleiben nach der Winterpause vom 5. März bis zum 28. Mai und dem Saisonfinale in Velbert weitere 15 Gelegenheiten. Nahezu alles spricht nach dem Stand der Dinge dafür, dass der Plan aufgeht. Baumberg wird den Rest der Serie mit ausreichend qualifiziertem Personal bestreiten und am Ende der Saison nicht absteigen.

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