Die Höseler gewinnen 2:1 gegen Rot-Weiß Lintorf. Köppen ist zutiefst enttäuscht.

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Hösels Sascha Eckhoff (Schütze des 2:0) hier im Duell mit Zweikampfsieger Patrick Fabelje.

Hösels Sascha Eckhoff (Schütze des 2:0) hier im Duell mit Zweikampfsieger Patrick Fabelje.

Pierre-Claude Hohn

Hösels Sascha Eckhoff (Schütze des 2:0) hier im Duell mit Zweikampfsieger Patrick Fabelje.

Hösel. Dass die 250 Zuschauer im Abstiegsderby zwischen dem SV Hösel und Rot-Weiß Lintorf voll auf ihre Kosten kommen sollten, das war jedem im Vorhinein klar. Es war auf jeden Fall ein Spiel, das bis zur letzten Sekunde an Dramatik kaum zu überbieten war.

Am Ende ging der SV Hösel als glücklicher 2:1-Sieger vom Platz. "Wir haben die erste Hälfte überlegen gespielt, und unser 2:0-Pausenvorsprung war verdient. Nach dem Wechsel haben wir uns zu sehr in die Defensive drängen lassen. Dadurch hat Lintorf das Spiel dominiert, so dass wir noch zittern mussten", brachte es SVH-trainer Maik Franke auf den Punkt.

Von Lintorf war in der ersten Halbzeit gar nichts zu sehen

Aufgrund der ersten Halbzeit gibt es am Erfolg des SV nichts zu rütteln. Über 45 Minuten dominierten sie die Partie. Von Lintorf war in dieser Phase aber auch gar nichts zu sehen.

Ein Freistoßtreffer von Benny Sailer brachte den Höseler Führungstreffer. Aus 35Metern zog Sailer den Ball flach auf das Lintorfer Gehäuse. An Freund und Feind vorbei, schlug der Ball am verdutzten Lintorfer Torwart Yilmaz ins lange Eck ein.

Nach schönem Doppelpassspiel zwischen Ferhat Akbulut und Robert Begovic, ergab sich die einzige Lintorfer Chance (25.) in der ersten Hälfte, die jedoch nicht genutzt wurde. Ganz anders der SVH: Gegen gleich drei Gegenspieler setzte sich Sascha Eckhoff am Mittelkreis durch. Ein kurzer Sprint und der Ball landete aus 25Metern Entfernung im Tor. Das war die Vorentscheidung.

Während der Halbzeitpause hatte Lintorfs Trainer Aribert Köppen wohl die richtigen Worte gefunden. Von nun an diktierten seine Spieler den Gegner. Hösel wurde in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Selbst Entlastungsangriffe konnte man an einer Hand abzählen. Doch Hösels Torhüter Sebastian Reckzeh verhinderte mit mehreren Glanzparaden gegen Begovic, Kränzler oder auch Minnerop Schlimmeres.

Nach einer Freistoßhereingabe durch Kränzler war Basovic mit dem Kopf zur Stelle und köpfte zum 1:2 (81.) ein - unhaltbar für Reckzeh. Mit viel Glück rettete der SV Hösel den Vorsprung über die Zeit. "Ich bin von der ersten Halbzeit total enttäuscht. Keiner hat sich an meine Vorgaben gehalten. Daran geh ich noch kaputt", sagt Aribert Köppen.

SV Hösel: Reckzeh - Gündüz, Robeck, Kovacic, Rueber, Sailer, Brammertz, Rhoades, Neubert (10. Schäfers), Rathjen (46. Vogels), Eckhoff (90. Woeste).

Rot Weiß Lintorf: Yilmaz - Kränzler, Köppen (62. Jondral), Fabelje, Blumenthal, Branca, Minnerop, Marx, Basovic, Begovic, Akbulut (62. Fletcher)

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