Die Handballerinnen aus Mettmann, Haan und Wülfrath hatten in den letzten Spielen das Nachsehen.

Die Handballerinnen aus Mettmann, Haan und Wülfrath hatten in den letzten Spielen das Nachsehen.
Auch Torfrau Caro van Hueth konnte die Niederlage der Unitas trotz einer guter Leistung nicht verhindern.

Auch Torfrau Caro van Hueth konnte die Niederlage der Unitas trotz einer guter Leistung nicht verhindern.

Annika Thanscheidt (l.) war mit neun Treffern beste Werferin im ME-Sport-Team.

Olaf Staschik, Bild 1 von 2

Auch Torfrau Caro van Hueth konnte die Niederlage der Unitas trotz einer guter Leistung nicht verhindern.

Kreis Mettmann. Diese Niederlage war für die Handballerinnen von ME-Sport ebenso ärgerlich wie unnötig. Zugleich verpassten es die Mettmannerinnen durch das 26:29 (9:14) zuhause gegen den Rheydter TV, in der Tabelle den Abstand zu den Gästen zu vergrößern. Stattdessen überholte sie Rheydt – und ME-Sport belegt nun den vorletzten Platz. Auch Rang acht, der aktuell weit entfernt scheint, wäre bei einem Erfolg wieder in realer Reichweite gewesen – und damit die Chance auf die Relegation.

Die Mannschaft von Trainerin Sabrina Berten zeigte gegen einen Gegner, der vermeintlich auf Augenhöhe war, wieder Nerven. Auch wenn die beiden Unparteiischen Marcel Bierkamp und Till-Moritz Knoblauch teils unglückliche Entscheidungen trafen – die Niederlage müssen die Mettmannerinnen ganz klar auf ihre eigene Kappe nehmen.

„Natürlich schauen wir in erster Linie auf uns. Aber als wir noch einmal herankamen, haben uns die Entscheidungen doch wehgetan“, sagte Berten, die einige Minuten nach der Partie noch um Fassung rang. Tatsächlich kamen die Rheydterinnen mit ihrer harten Gangart, insbesondere gegen Carla Beckmann, bei den Schiedsrichtern sehr gut davon, während die ME-Sport-Handballerinnen für vergleichsweise harmlose Fouls auf die Bank mussten. „Aber wenn wir unsere Chancen nutzen und unser Spiel durchziehen, kommt es gar nicht dazu, dass wir uns über die Schiris ärgern“, resümierte Carla Beckmann später. Sogar bei der Aufholjagd, die nach dem 19:25 (52.) begann, hatten die Mettmannerinnen genügend Chancen für eine Wende. Doch es fehlte an der notwendigen Nervenstärke. özi

Im letzten Spiel vor Weihnachten hat es den Tabellenführer erwischt

In der letzten Oberliga-Begegnung vor Weihnachten hat es die Handballerinnen des TB Wülfrath doch noch erwischt. Und die erste Niederlage in dieser Saison fiel für den Tabellenführer in der mit fast 400 Zuschauern gefüllten Halle an der Graf-Recke-Straße mit 22:31 (7:15) gegen Fortuna Düsseldorf auch noch überaus deutlich aus. „Fortuna war uns in allen Belangen überlegen“, gestand Lars Faßbender. Der Wülfrather Trainer stellte fest: „Wir haben uns viele Wurfmöglichkeiten erarbeitet, sie aber nicht genutzt.“ Die Düsseldorferinnen hingegen trafen aus allen Lagen und fuhren so einen unerwartet klaren Erfolg ein. „Wir haben einen unfassbaren Kampfgeist gezeigt und hatten in Katja Grewe eine Torfrau mit einer sensationellen Leistung“, resümierte Klaus Allnoch, Co-Trainer von Fortuna Düsseldorf, zufrieden. Die Leistung von Grewe lobte indes auch Faßbender: „Die hat uns zur Verzweiflung gebracht.“

Julia Steinhausen brachte den TBW mit 1:0 in Führung. Dann glichen die Gastgeberinnen zum 1:1 aus und zogen danach über 2:1 (5.) und 4:2 (9.) auf 8:3 (16.) davon. Angeführt von der ehemaligen Wülfratherin Leonie Berger setzte sich die Fortuna bis zur Pause auf 15:7 ab. In der Abwehr waren die Gäste oft einen Schritt zu spät. Dazu bestraften die Düsseldorferinnen gnadenlos jeden kleinen Fehler. Daran änderte auch die Umstellung auf eine offensivere Deckungsvariante nichts. In der zweiten Halbzeit lag die Fortuna zwischenzeitlich sogar mit elf Toren in Führung.

Die Gründe für die deftige Abfuhr sieht Faßbender auch in der hohen Belastung der eigenen Mannschaft, denn gerade der Rückraum ist eng besetzt. Die wurfstarke Lena Heider (Außenbandanriss im Sprunggelenk) hat seit drei Wochen nicht trainiert. So lastet die Verantwortung derzeit vornehmlich auf Paula Stausberg, Lisa Sippli und Daria Blume, die in den letzten Begegnungen über 60 Minuten gefordert waren.

Über die Weihnachtstage setzt Lars Faßbender deshalb auf Regeneration. Sein Fazit vor der Pause fällt dennoch positiv aus. „Es war klar, dass wir irgendwann mal Punkte lassen“, sagt er. Zugleich betont der Coach: „Wir sind weiter Tabellenführer und können mit dem Jahr 2016 sehr zufrieden sein.“ bs

Unitas Haan läuft der guten Form der ersten Saisonspiele hinterher

Was ist mit den Unitas-Handballerinnen los? Seit einigen Wochen findet das Verbandsliga-Team von Matthias Wacker nicht zur guten Form der ersten Saisonspiele zurück. Gegen die Spielerinnen der HSB W.MTV Solingen war zwar spielerisch ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen, es gab aber trotzdem eine knappe 17:19 (9:10)-Heimniederlage.

In einer ausgeglichenen Begegnung führten die Gäste mit 5:3, doch wie zuvor glichen die Unitas-Handballerinnen zum 5:5 aus. Danach lagen die Gastgeberinnen mit 8:7 erstmals vorn, mussten aber zur Halbzeit einen 9:10-Rückstand hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste die Führung auf 12:10 aus, die Unitas glich aber wenig später aus. Leichte Sieghoffnungen keimten im Haaner Lager auf, als die Unitas 15 Minuten vor dem Abpfiff mit 15:13 führte. Die Solingerinnen antworteten prompt und erzielten drei Toren in Folge. Als die Gastgeberinnen 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff eine gute Möglichkeit zum 18:18-Ausgleich ausließen, markierte die HSG per Siebenmeter den 19:17-Endstand.

Haans Torjägerin Nina Orth bescheinigte ihrer Mannschaft ein deutlich verbessertes Abwehrverhalten als in den vergangenen Begegnungen. „Das hat leider nicht gereicht“, sagte sie. Orth lobte besonders Torhüterin Caro van Hueth: „Caro erwischte einen Sahnetag und entschärfte unter anderem drei Siebenmeter der Gäste.“ K.M.

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