Im Duell mit der Essener Zweiten feiert das Team von Trainer Markus Neusser einen 34:31-Sieg.

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Nicht aufhalten konnten die Essener die Oberliga-Handballer von ME-Sport (rechts: Jens Flemmig).

Nicht aufhalten konnten die Essener die Oberliga-Handballer von ME-Sport (rechts: Jens Flemmig).

Simone Bahrmann

Nicht aufhalten konnten die Essener die Oberliga-Handballer von ME-Sport (rechts: Jens Flemmig).

Mettmann. Durch den Derbysieg in der Vorwoche gegen den TB Wülfrath scheint bei den Handballern von Mettmann-Sport endlich der Knoten geplatzt zu sein. Stand zuvor eine Serie von 13 Niederlagen zur Buche, feierte das Team von Trainer Markus Neusser am Samstagabend gegen TuSEM Essen II mit dem 34:31 (14:14) bereits den zweiten Erfolg hintereinander.

Auch wenn die Gäste dieses Mal nicht so stark durch Akteure aus der Zweitliga-Mannschaft unterstützt wurden, war der Sieg für die Mettmanner äußerst wichtig und wertvoll.

ME-Sport findet zunächst überhaupt nicht seinen Rhythmus

Der TuSEM hatte nur auf Rechtsaußen einen Spieler von oben runtergezogen. Das war weniger als im Hinspiel. Was nach der Partie als Erleichterung von den Hausherren abfiel, sah zu Spielbeginn noch ganz anders aus.

Vor dem eigenen Publikum fingen die Mettmanner nämlich äußerst nervös an und gerieten in der Anfangsviertelstunde mit 1:5 und 2:7 gegen die Bundesliga-Reserve ins Hintertreffen. „Völlig unverständlich“, wie Neusser fand. „Wir haben schwer ins Spiel gefunden, kamen überhaupt nicht in unserem Rhythmus.“

Erst als der Coach seine Abwehr auf eine 5-1-Formation umstellte, bekamen die Essener Angriffsbemühungen verstärkt Probleme.

Einmal in Fahrt gekommen, war auch für die Fans auf der Tribüne offensichtlich, wie die Aktionen der Kreisstädter immer flüssiger wurden und auch die Effektivität im Angriff deutlich nach oben ging. „Wobei der Essener Torhüter es uns bis dahin mit einer guten Leistung aber auch schwer gemacht hatte“, bekannte Neusser.

Mettmanner raufen sich nach dem Rückstand zusammen

Sein Team schaffte es bis zum Halbzeitpfiff sogar, den Fünf-Tore-Rückstand bis zum 14:14 zu egalisieren. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich kein Team richtig absetzen.

Und wieder lagen die Mettmanner hinten. Diesmal mit 21:23 (40.). Jetzt rauften die Schützlinge von Neusser sich allerdings zusammen. Glücklich erwies sich in dieser Phase die Einwechslung von Robin Flemmig. Gerade erst im Spiel erzielte er drei Treffer in Folge. „Das tat uns natürlich gut“, freute sich sein Coach.

Die Mettmanner zogen bis auf 28:25 davon. Und auch wenn der TuSEM die Abwehr auf offene Manndeckung umstellte, ließen sich die Hausherren davon nicht aus der Ruhe bringen. „In der zweiten Hälfte hatten wir vorne insgesamt eine bessere Quote bei unseren Würfen. Das war entscheidend“, lobte Neusser sein Team.

Mit dieser Unbekümmertheit sollten die Mettmanner in den kommenden Wochen wieder für Überraschungen gegen vermeintlich bessere Gegner gut sein. Das zeigten sie bereits in der Hinrunde, vor der langen Niederlagenserie.

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